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Caladium bicolorGiftig
Buntwurz (Caladium bicolor). Standort: Helles, indirektes Licht.
PflanzenlexikonAraceaeCaladium

Buntwurz (Caladium bicolor)

Die Buntwurz, Caladium bicolor, stammt aus den feuchtwarmen Tropen Amerikas und wird vor allem wegen ihrer auffällig gezeichneten Blätter kultiviert. Je nach Sorte leuchten sie grün, weiß, rosa …

Buntwurz – kurz vorgestellt

Die Buntwurz, Caladium bicolor, stammt aus den feuchtwarmen Tropen Amerikas und wird vor allem wegen ihrer auffällig gezeichneten Blätter kultiviert. Je nach Sorte leuchten sie grün, weiß, rosa oder rot und tragen kontrastreiche Adern, Flecken oder Ränder. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wächst die nicht winterharte Knollenpflanze im Zimmer, im Wintergarten oder als saisonale Kübelpflanze.

  • Ihre Blüten sind dagegen unscheinbar.
  • Wichtig sind Wärme, gleichmäßige Feuchtigkeit, hohe Luftfeuchte und ein heller Standort ohne harte Mittagssonne.

Taxonomische Einordnung

Abteilung
TracheophytaGefäßpflanzen
Ordnung
AlismatalesFroschlöffelartige
Familie
AraceaeAronstabgewächse
Gattung
CaladiumKaladien
Art
Caladium bicolor

Buntwurz pflegen

Sonnenlicht

Helles, indirektes Licht

Heller bis halbschattiger Platz ohne pralle Mittagssonne; Morgen- oder Abendlicht fördert kompakte, farbintensive Blätter.

Wasserbedarf

Gleichmäßig feucht

Während des Austriebs und Wachstums gleichmäßig feucht halten, aber Staunässe vermeiden; in der Ruhephase deutlich weniger gießen.

Frosthärte

Frostfrei überwintern

In Mitteleuropa nicht zuverlässig winterhart; draußen nur während der frostfreien, warmen Saison kultivieren und die Knolle frostfrei überwintern.

Bodentyp

Humos und gut drainiert

Nährstoffreiches, humoses Substrat mit hohem organischem Anteil und zuverlässigem Wasserabzug verwenden; verdichtete Erde führt rasch zu Knollenfäule.

pH-Wert

Leicht sauer

Ein leicht saures Substrat ist geeignet; kalkarmes Gießwasser verhindert Salz- und Kalkablagerungen bei längerer Kultur im Topf.

Giftigkeit und Sicherheit

Mittel - bei Menschen können Kauen oder Verschlucken brennende Schmerzen und Schwellungen im Mund sowie Übelkeit, Erbrec

Für wen gefährlich

Menschen, besonders Kinder Hunde und Katzen Pferde und andere Weidetiere

Betroffene Pflanzenteile

Blätter Blattstiele Blütenstände Früchte Samen Knolle beziehungsweise Wurzeln Pflanzensaft

Giftig beziehungsweise reizend bei Verzehr und Kontakt mit Pflanzensaft; besondere Vorsicht gilt in Haushalten mit Kindern und Haustieren.

Weitere Pflegetipps

  • Welke Blätter regelmäßig bodennah entfernen
  • Untersetzer nach dem Gießen leeren
  • Blätter nicht dauerhaft nass halten
  • Bei trockener Raumluft die Luftfeuchte erhöhen
  • Während der Wachstumszeit schwach und regelmäßig düngen
  • Knolle im Winter nicht durchgehend feucht halten
  • Wuchshöhe: Je nach Sorte etwa 30 bis 60 Zentimeter hoch; einzelne Sorten bleiben kompakter oder entwickeln besonders lange Blattstiele.
  • Wuchs: Im warmen, hellen Sommer zügiger Austrieb aus der Knolle; bei Kälte, Lichtmangel oder Trockenheit stellt die Pflanze das Wachstum ein.
  • Lebensdauer: Tuberöse, krautige Ausdauerpflanze mit natürlicher Ruhephase; im mitteleuropäischen Freiland wird sie meist saisonal oder als Zimmerpflanze gehalten.
  • Pflegeaufwand: Bei Wärme, gleichmäßiger Feuchte und guter Drainage unkompliziert; empfindlich gegenüber Kälte, Staunässe, trockener Luft und abrupten Standortwechseln.

Pflanzen und Umtopfen

  • Knolle im Frühjahr in frisches, lockeres Substrat setzen
  • Augen beziehungsweise Austrieb nach oben orientieren
  • Oberseite nur flach mit Substrat bedecken
  • Nach dem Pflanzen zunächst sparsam, später gleichmäßig gießen
  • Erst bei sichtbarem Austrieb regelmäßig düngen

Überwintern

  • Im Herbst lässt du das Substrat nach dem Einziehen der Blätter abtrocknen, nimmst die Knolle aus dem Topf und lagerst sie trocken, dunkel und frostfrei.
  • Alternativ bleibt sie im Topf und ruht fast trocken.
  • Der Neuaustrieb beginnt bei Wärme im Frühjahr.

Vermehrung

  • Tochterknollen im Frühjahr vorsichtig abtrennen
  • Größere Knollen mit sauberem Messer teilen
  • Jedes Teilstück braucht mindestens eine vitale Knospe
  • Schnittflächen vor dem Pflanzen abtrocknen lassen
  • Aussaat ist möglich, erhält Sortenmerkmale aber nicht zuverlässig

Wuchs und Aussehen

LaubPfeil- bis herzförmige, lang gestielte Blätter mit peltater Anheftung; grün mit weißen, …
ZierwertAuffällige Blattadern, Flecken, Ränder und farbige Blattflächen; der Zierwert liegt deutlich stärker …
HerbstfarbeKeine verlässliche Herbstfärbung; bei abnehmender Wärme und Lichtmenge zieht das Laub ein.
WachstumIm warmen, hellen Sommer zügiger Austrieb aus der Knolle; bei Kälte, Lichtmangel …
HöheJe nach Sorte etwa 30 bis 60 Zentimeter hoch; einzelne Sorten bleiben …
LebensdauerTuberöse, krautige Ausdauerpflanze mit natürlicher Ruhephase; im mitteleuropäischen Freiland wird sie meist …

Blattfarben

GrünWeißRosaRotBurgunderrotGelbgrün

Gartenstil

🌱 Tropischer Kübelgarten🌱 Schattengarten🌱 Zimmergarten🌱 Wintergarten

Die Buntwurz bildet aus einer unterirdischen Knolle eine grundständige Blattrosette. Die lang gestielten, pfeil- bis herzförmigen Blätter erreichen bei der Wildart etwa 13 bis 37 Zentimeter Länge und 9 bis 26 Zentimeter Breite. Typisch sind grüne Blattflächen mit weißen, rosa oder roten Zeichnungen.

Züchtungen zeigen zusätzlich stark kontrastierende Adern, Ränder, Sprenkel und fast vollständig helle Blattflächen.

Blüte

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Blütenfarben

GrünWeißGelbgrün

Wildpflanzen besitzen überwiegend eine grüne Spatha mit weißlichem oberen Bereich. Bei gärtnerischen Sorten steht das Laub im Vordergrund; für abweichende Blütenfarben der zahlreichen Kultivare liegen hier keine ausreichend einheitlichen Belege vor.

Blütenform

Kolbenblütenstand mit Spadix und umgebender SpathaForm der Blüte
DuftWährend der weiblichen und männlichen Anthese kann nachts ein deutlicher, kurzzeitig intensiver Duft auftreten; die Angaben beziehen sich auf beobachtete Wildpf2 / 3
BlütengrößeDie Spatha der Wildart ist etwa 7 bis 13 Zentimeter lang; der eigentliche Blütenbereich besteht aus vielen sehr kleinen, blütenblattlosen Einzelblüten.1 / 3
AllergenpotenzialFür ein relevantes Allergenpotenzial in Innenräumen oder eine spezifische Pollenallergie liegen keine ausreichenden belastbaren Angaben vor.
PollentypPollen entsteht in den männlichen Blüten am oberen Bereich des Kolbens und wird bei der natürlichen Bestäubung durch Käfer übertragen; eine luftgetragene Allerg

Die unscheinbaren Einzelblüten sitzen dicht am Kolben und besitzen keine Blütenhülle. Weibliche Blüten befinden sich im unteren, männliche im oberen Bereich des Spadix; dazwischen können sterile Zonen liegen. Die Spatha ist unten grün und im oberen Teil weißlich, boot- oder trichterförmig und vergänglich.

Die Anthese beginnt bei beobachteten Pflanzen am Abend, begleitet von Erwärmung und zeitweise intensivem Duft.

In warmen tropischen Bedingungen kann die Art zu unterschiedlichen Jahreszeiten blühen. In Mitteleuropa ist Blüte im Sommer bis frühen Herbst möglich, aber nicht jedes Jahr zu erwarten.

Bestäuber und Blütenbesucher

Cyclocephala-Käfer

Cyclocephala celata

Duft und Wärme des Blütenstands während der abendlichen weiblichen Anthese · Während der Blüte in warmen tropischen Lebensräumen

Cyclocephala celata wurde als Besucher und Bestäuber von Caladium bicolor im brasilianischen Atlantischen Regenwald dokumentiert. Die Käfer gelangen in den Blütenstand, nutzen dort Nahrungs- und Schutzbereiche und verlassen ihn später mit Pollen.

Rustika-Rosenkäferverwandter

Cyclocephala rustica

Blütenstand als Aufenthaltsort und wahrscheinlich zur Bestäubung · Während beobachteter Blühphasen im tropischen Südamerika

Cyclocephala rustica wurde in Surinam in den Blütenständen von Caladium bicolor beobachtet und als wahrscheinlicher Bestäuber beschrieben. Die Beobachtung belegt den Blütenbesuch, nicht eine regelmäßige Rolle in jeder Population.

Herkunft und Lebensraum

Caladium bicolor ist von Mittelamerika über das tropische Südamerika bis nach Argentinien verbreitet. Die tuberöse Geophytin wächst in feuchten, warmen Lebensräumen, darunter feuchte Wälder, Uferbereiche und sumpfnahe Standorte.

Verwendung

Sie eignet sich für warme Wohnräume, helle Badezimmer, Wintergärten, geschützte Kübel sowie schattige Sommerpflanzungen. Besonders wirkungsvoll ist sie als Solitär oder in kleinen Gruppen mit ruhigen, grünblättrigen Begleitpflanzen.

Wissenswert

Der Blütenstand erwärmt sich während der Anthese und kann nachts Duftstoffe freisetzen. In der Natur werden die Blüten von Cyclocephala-Käfern besucht. Die auffällige Spatha ist kein einzelnes Blütenblatt, sondern ein Hochblatt, das den Kolben umgibt.

Häufige Fragen

Häufige Probleme

Warum werden die Blätter der Buntwurz braun?

Braune Blattränder entstehen häufig durch trockene Luft, unregelmäßiges Gießen, Salzablagerungen oder direkte Mittagssonne. Kontrolliere zusätzlich die Wurzeln auf Staunässe. Verwende möglichst kalkarmes Wasser, erhöhe die Luftfeuchte und stelle die Pflanze hell, aber geschützt vor heißer Sonne auf.

Warum hängen die Blattstiele plötzlich schlaff herab?

Bei Wassermangel kann die Buntwurz schnell welken. Prüfe jedoch vor dem Gießen die Erde: Ist sie nass und riecht muffig, kann Knollenfäule die Ursache sein. In diesem Fall Pflanze austopfen, weiche Teile entfernen und in frisches, trockenes Substrat setzen.

Warum bleibt der Austrieb aus?

Häufige Ursachen sind eine zu kühle Knolle, ein zu dunkler Standort, zu frühes Gießen oder eine bereits geschädigte Knolle. Stelle sie warm und hell, halte das Substrat nur leicht feucht und kontrolliere nach einigen Wochen vorsichtig, ob die Knolle fest bleibt.

Schädlinge und Krankheiten

Welche Schädlinge treten an Buntwurz auf?

Bei trockener Raumluft können vor allem Spinnmilben auftreten; an jungen Trieben sind auch Blattläuse möglich. Kontrolliere Blattunterseiten und Triebansätze wöchentlich. Isoliere befallene Pflanzen, dusche das Laub vorsichtig ab und behandle wiederholt mit einem für Zimmerpflanzen zugelassenen Mittel.

Grundpflege

Warum verliert meine Buntwurz im Winter alle Blätter?

Das ist meist die natürliche Ruhephase und kein Pflegefehler. Sinkende Temperaturen, kurze Tage oder trockene Heizungsluft können den Einzug auslösen. Gieße dann deutlich weniger und halte die Knolle warm und frostfrei.

Erst bei neuem Austrieb im Frühjahr wieder vorsichtig steigern.

Wie oft muss ich Caladium bicolor gießen?

Während des Wachstums prüfst du die oberste Substratschicht regelmäßig. Sobald sie leicht angetrocknet ist, wird durchdringend gegossen und überschüssiges Wasser abgegossen. Ein dauerhaft nasser Topf schädigt die Knolle.

Im Ruhezustand bleibt das Substrat fast trocken.

Braucht Caladium bicolor direkte Sonne?

Nein, direkte Mittagssonne kann die empfindlichen Blätter ausbleichen oder verbrennen. Ein heller Platz mit gefiltertem Licht ist geeigneter. Morgen- und Abendsonne werden meist besser vertragen.

Bei sehr wenig Licht bleiben die Blattfarben schwächer und die Blattstiele länger.

Wie lagere ich Caladium-Knollen richtig?

Lagere die trockene, gesunde Knolle dunkel, luftig und frostfrei in trockenem Verpackungsmaterial. Kontrolliere sie gelegentlich auf weiche Stellen oder Schimmel. Befallene Partien werden mit einem sauberen Messer entfernt; anschließend muss die Schnittfläche vollständig abtrocknen.

Kann ich eine große Buntwurz-Knolle teilen?

Ja, wenn sie mehrere vitale Knospen besitzt. Teile sie mit einem sauberen, scharfen Messer und lasse die Schnittflächen zunächst abtrocknen. Jedes Teilstück braucht mindestens eine Austriebsknospe.

Zu kleine oder verletzte Stücke faulen leichter und treiben unzuverlässig aus.

Soll ich die Blüten der Buntwurz abschneiden?

Wenn dir das Laub wichtiger ist, kannst du einen Blütenstand früh entfernen, weil er wenig dekorativ ist und Energie beansprucht. Schneide ihn mit sauberem Werkzeug dicht am Ansatz ab. Für Beobachtungen oder Saatgut lässt du ihn vollständig entwickeln.

Praktische Pflege

Wann soll ich die Buntwurz ins Winterquartier holen?

Hole die Pflanze ins Haus, bevor die Nächte deutlich kühl werden oder Frost droht. Im Topf wird sie nach dem Einziehen der Blätter trockener gehalten. Freilandknollen gräbst du vorsichtig aus, lässt sie abtrocknen und lagerst sie frostfrei.

Wann darf ich wieder düngen?

Beginne erst, wenn die Knolle zuverlässig ausgetrieben hat und mehrere Blätter entwickelt sind. Während des aktiven Wachstums genügt ein schwach dosierter Flüssigdünger in größeren Abständen. Im Spätsommer reduzierst du die Düngung und während der Ruhephase setzt du sie aus.

Standort und Sicherheit

Ist die Buntwurz für Katzen und Hunde geeignet?

Nein. Caladium bicolor enthält reizende Calciumoxalat-Kristalle. Beim Kauen können Schmerzen, Speicheln, Schwellungen und Schluckbeschwerden auftreten.

Stelle die Pflanze außer Reichweite von Haustieren. Bei einer Aufnahme wendest du dich an eine Tierarztpraxis und nimmst, wenn möglich, ein Pflanzenfoto mit.

Was ist nach Hautkontakt mit dem Pflanzensaft zu tun?

Wasche die betroffene Hautstelle gründlich mit Wasser und Seife und vermeide anschließend das Reiben an Augen oder Mund. Bei anhaltender Reizung, deutlicher Schwellung oder Augenkontakt sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Beim Schneiden sind Handschuhe sinnvoll.

Pflanzen und Umtopfen

Wie tief wird die Knolle gepflanzt?

Setze die Knolle so, dass die Austriebsseite nach oben zeigt und nur flach mit Substrat bedeckt ist. Zu tiefes Pflanzen verzögert den Austrieb und erhöht bei feuchter Erde das Fäulnisrisiko. Nach dem Einsetzen zunächst sparsam gießen.

Kann die Buntwurz im Sommer nach draußen?

Ja, sobald der Standort dauerhaft frostfrei und warm ist. Gewöhne die Pflanze schrittweise an Außenbedingungen und stelle sie windgeschützt in hellen Schatten oder Halbschatten. Starker Wind beschädigt die großen, dünnen Blätter; vor kalten Nächten kommt sie zurück ins Haus.

Quellen und Bildnachweise

Bildnachweise stehen direkt bei den Bildern.

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