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Codiaeum

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Codiaeum variegatum
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Codiaeum: farbenreiche Tropensträucher mit erstaunlicher Blattformenvielfalt

Die Gattung Codiaeum gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse und ist vor allem durch den als Kroton oder Wunderstrauch bekannten Codiaeum variegatum geläufig. Im Handel wird diese Art häufig schlicht als „Croton“ bezeichnet, obwohl Croton botanisch eine eigene, ebenfalls artenreiche Gattung ist. Als botanische Gruppe umfasst Codiaeum mehrere tropische Sträucher und kleine Bäume aus Südostasien und dem westlichen Pazifik.

Für den Garten in Mitteleuropa ist die Gattung nur eingeschränkt geeignet, als Zimmer-, Wintergarten- und Gewächshauspflanze besitzt sie jedoch große Bedeutung.

Systematik und Verbreitung

Codiaeum ist eine anerkannte Gattung innerhalb der Familie Euphorbiaceae. Plants of the World Online führt derzeit 17 akzeptierte Arten. Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Malesien bis in den südwestlichen Pazifik.

Dazu gehören unter anderem Borneo, die Philippinen, die Molukken, Neuguinea, Fidschi, Vanuatu, Neukaledonien und Teile Australiens. Einige Arten sind nur aus kleineren Regionen bekannt und spielen im Gartenbau kaum eine Rolle. Codiaeum variegatum ist dagegen weit über sein ursprüngliches Areal hinaus in tropischen Gärten verbreitet und wird in kühleren Regionen als Zimmer- oder Gewächshauspflanze kultiviert.

Typische Merkmale der Gattung

Die Vertreter von Codiaeum wachsen als Sträucher oder kleine Bäume; für die Gattung werden Wuchshöhen bis etwa 15 Meter angegeben. Die Pflanzen sind einhäusig: Männliche und weibliche Blüten sitzen am selben Individuum, jedoch in getrennten Blüten. Die Blütenstände erscheinen meist in den Blattachseln und können lang und locker traubenförmig ausgebildet sein.

Die Früchte sind dreifächerige Kapselfrüchte. Besonders auffällig sind die Laubblätter. Sie stehen wechselständig, sind einfach und besitzen meist einen ganzrandigen, mitunter unregelmäßig gelappten Rand.

Ihre Form reicht je nach Art und Standort von schmal lanzettlich bis breit und keilförmig. Auch die Blattgröße variiert erheblich.

Lebensräume und ökologische Bandbreite

Codiaeum besiedelt unterschiedliche tropische Lebensräume. Nachweise gibt es aus küstennahen Bereichen, Sumpfwäldern, dem Unterwuchs ursprünglicher Regenwälder und montanen Wäldern. Die Gattung kommt vom Meeresspiegel bis in Höhen von ungefähr 1600 Metern vor.

Daraus lässt sich ableiten, dass nicht alle Arten identische Standortansprüche besitzen. Eine Pflanze aus einem feuchten Waldunterwuchs ist nicht automatisch mit einer Art aus einem stärker besonnten Küstenstandort gleichzusetzen. Auch innerhalb von Codiaeum variegatum können Blattformen und Wuchs je nach Herkunft und Kulturbedingungen deutlich voneinander abweichen.

Die Gattung steht deshalb beispielhaft für eine tropische Pflanzengruppe, deren äußere Erscheinung eng mit Umwelt und Entwicklungsgeschichte verbunden ist.

Codiaeum variegatum als Garten- und Zimmerpflanze

Die mit Abstand bekannteste Art ist Codiaeum variegatum, der Kroton oder Wunderstrauch. Ihre große gärtnerische Bedeutung beruht weniger auf auffälligen Blüten als auf dem dekorativen Laub. Im Handel finden sich zahlreiche gärtnerische Formen mit schmalen, breiten, gedrehten, gelappten oder stark gewellten Blättern.

Die Färbung kann je nach Form und Reifezustand Grüntöne, Gelb, Creme, Orange, Rot und Violett verbinden. Muster entstehen durch Flecken, Adern, Randzeichnungen oder flächige Farbwechsel. Diese Vielfalt beruht überwiegend auf Kulturformen innerhalb einer einzigen Art und sollte nicht mit einer vollständigen Artenvielfalt der Gattung verwechselt werden.

Andere Codiaeum-Arten sind botanisch interessant, aber in Gartencentern und privaten Sammlungen deutlich seltener.

Gärtnerische Bedeutung und differenzierte Pflege

In frostfreien tropischen und subtropischen Regionen kann Codiaeum variegatum als farbkräftiger Zierstrauch in Gärten, Innenhöfen und öffentlichen Anlagen verwendet werden. In Mitteleuropa bleibt sie gewöhnlich eine saisonale Kübelpflanze, Zimmerpflanze oder Bewohnerin eines warmen Wintergartens. Für diese Art sind ein heller Standort und eine gleichmäßig versorgte, aber nicht dauerhaft vernässte Erde wichtige Ausgangspunkte; bei deutlich zu wenig Licht verlieren viele Formen an Farbwirkung.

Wärme und ein möglichst gleichmäßiges Klima fördern den Neuaustrieb, während kalte Zugluft oder abrupte Standortwechsel häufig zu Blattverlust führen können. Diese Hinweise gelten jedoch nicht pauschal für alle Codiaeum-Arten. Bei selten kultivierten Arten sollten Herkunft, Wuchsform und konkrete Standortansprüche berücksichtigt werden.

Grundsätzlich ist Codiaeum eine Gruppe für Sammler, Tropenpflanzungen und geschützte Kulturorte, nicht für dauerhaft winterharte Freilandbeete in Mitteleuropa.

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