Der Storchschnabel, botanisch Geranium, gehört zu den vielseitigsten und beliebtesten Gartenstauden überhaupt. Kein Wunder: Viele Arten und Sorten sind robust, langlebig, pflegeleicht und bringen über Wochen hinweg Farbe ins Beet. Von zartem Rosa über kräftiges Blau bis hin zu leuchtendem Magenta gibt es für nahezu jeden Gartenstil den passenden Storchschnabel.
Besonders geschätzt wird die Pflanze, weil sie sich so flexibel einsetzen lässt. Niedrige Sorten eignen sich wunderbar als Bodendecker, während höhere Arten Staudenbeete auflockern und romantische Akzente setzen. Hinzu kommt das attraktive Laub, das bei manchen Sorten im Herbst sogar eine schöne Rotfärbung zeigt.
Wer auf der Suche nach den schönsten Storchschnabel-Arten und -Sorten ist, findet im Folgenden einen übersichtlichen Überblick. Dabei geht es nicht nur um bekannte Klassiker, sondern auch um besonders attraktive Sorten nach Blütenfarbe, Wuchshöhe sowie um die passende Pflege im Garten.
Beliebte Storchschnabel-Arten für den Garten
Zu den bekanntesten Arten zählt der Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum). Er ist äußerst robust, bildet dichte Teppiche und eignet sich hervorragend für halbschattige bis schattige Standorte. Gerade unter Gehölzen spielt diese Art ihre Stärken aus, denn sie kommt auch mit trockeneren Böden erstaunlich gut zurecht.
Ebenfalls sehr beliebt ist der Pracht-Storchschnabel (Geranium x magnificum). Er begeistert mit seinen intensiv blauvioletten Blüten und einem buschigen Wuchs, der im Beet sofort ins Auge fällt. Diese Art ist ideal für sonnige bis halbschattige Gartenbereiche und sorgt vor allem im Frühsommer für eindrucksvolle Farbakzente.
Der Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense) und der Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum) gehören ebenfalls zu den Gartenfavoriten. Während G. pratense eher naturnah und locker wirkt, überzeugt G. sanguineum durch seinen kompakten Wuchs und seine sehr lange Blütezeit. Beide Arten sind wertvoll für insektenfreundliche Pflanzungen und lassen sich vielseitig kombinieren.
Die schönsten Sorten nach Blütenfarbe sortiert
Wer Storchschnäbel gezielt nach Blütenfarbe auswählt, kann Beete sehr harmonisch oder bewusst kontrastreich gestalten. Besonders gefragt sind blaue und violette Sorten, weil sie Ruhe und Tiefe ins Staudenbeet bringen. Rosa und weiße Varianten wirken dagegen romantisch, leicht und oft auch etwas eleganter.
Beliebte Sorten nach Blütenfarbe im Überblick:
Blau/Violett:
- Geranium ‚Rozanne‘ – lange Blütezeit, violettblau mit heller Mitte
- Geranium x magnificum – kräftig blauviolett und sehr auffällig
- Geranium pratense ‚Johnson’s Blue‘ – klassisch blau, locker und natürlich wirkend
Rosa/Pink:
- Geranium oxonianum ‚Wargrave Pink‘ – zart rosa, sehr blühfreudig
- Geranium sanguineum ‚Elke‘ – pink mit heller Zeichnung
- Geranium ‚Patricia‘ – leuchtend purpurrosa, besonders ausdrucksstark
Weiß:
- Geranium sanguineum ‚Album‘ – kompakt und freundlich wirkend
- Geranium phaeum ‚Album‘ – elegant, gut für halbschattige Bereiche
- Geranium himalayense ‚Gravetye‘ – hell und natürlich, schön im Bauerngarten
Die folgende Tabelle zeigt einige der schönsten Sorten noch einmal besonders übersichtlich:
| Sorte | Blütenfarbe | Wuchshöhe | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| ‚Rozanne‘ | violettblau | 40–50 cm | extrem lange Blüte |
| ‚Johnson’s Blue‘ | blau | 50–60 cm | sehr beliebte klassische Sorte |
| ‚Wargrave Pink‘ | rosa | 30–40 cm | locker wachsend, sehr charmant |
| ‚Patricia‘ | purpurrosa | 60–70 cm | auffällige Fernwirkung |
| ‚Album‘ | weiß | 20–30 cm | schön als heller Bodendecker |
| ‚Elke‘ | pink | 20–25 cm | kompakt und reichblühend |
Niedrige und hohe Storchschnäbel im Vergleich

Je nach Verwendungszweck lohnt es sich, auf die Wuchshöhe zu achten. Niedrige Storchschnäbel sind ideal, wenn Flächen geschlossen begrünt oder Wegränder bepflanzt werden sollen. Höhere Sorten kommen besser in gemischten Staudenbeeten zur Geltung und können dort zwischen Rosen, Salbei oder Katzenminze schöne Übergänge schaffen.
Typische niedrige und hohe Storchschnäbel im Überblick:
Niedrige Sorten:
- Geranium sanguineum – kompakt, blühfreudig, gut als Bodendecker
- Geranium macrorrhizum – stark flächig wachsend, robust und trockenheitsverträglich
- Geranium cinereum – klein, fein und ideal für Steingärten
Hohe Sorten:
- Geranium pratense – locker aufrecht, naturnah und wiesenhaft
- Geranium x magnificum – kräftig, buschig und eindrucksvoll
- Geranium ‚Patricia‘ – relativ hoch, farbintensiv und ausdrucksstark
Niedrige Sorten wirken oft ruhiger und flächiger, während hohe Arten mehr Struktur und Dynamik ins Beet bringen. Wer einen abwechslungsreichen Garten gestalten möchte, kombiniert am besten beide Wuchsformen. So entstehen harmonische Pflanzbilder mit Tiefe, bei denen sich frühe und späte Blühaspekte gut ergänzen.
Standort und Pflege der beliebtesten Sorten
Die meisten Storchschnabel-Arten bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Es gibt aber auch Spezialisten für trockenen Schatten, etwa den Balkan-Storchschnabel. Grundsätzlich gilt: Je frischer und humoser der Boden, desto üppiger fällt die Blüte meist aus, wobei viele Arten erstaunlich anpassungsfähig sind.
Pflegeleicht sind Storchschnäbel vor allem deshalb, weil sie nach dem Anwachsen nur wenig Aufmerksamkeit verlangen. Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann bei einigen Sorten eine Nachblüte fördern und hält die Pflanzen kompakt. Außerdem verhindert man so, dass das Laub im Sommer unordentlich wirkt.
🌿 Besonders praktisch ist, dass viele Sorten winterhart und langlebig sind. 🌸 Für insektenfreundliche Gärten sind sie ebenfalls eine Bereicherung, da Bienen und andere Bestäuber die Blüten gerne besuchen. 💧 Wichtig ist vor allem in den ersten Wochen nach der Pflanzung eine ausreichende Wasserversorgung, bis die Pflanzen gut eingewurzelt sind.
Häufig gestellte Fragen und Antworten
Viele Gartenfreunde fragen sich, ob Storchschnabel und Pelargonie eigentlich dasselbe sind. Das ist nicht der Fall: Zwar werden beide umgangssprachlich manchmal verwechselt, botanisch gehören sie aber zu unterschiedlichen Pflanzengruppen. Der winterharte Storchschnabel ist meist eine Staude für den Garten, während Pelargonien typischerweise als Balkonpflanzen genutzt werden.
Auch die Frage nach der besten Pflanzzeit taucht häufig auf. Grundsätzlich eignen sich Frühjahr und Herbst sehr gut, weil der Boden dann meist ausreichend feucht ist. Containerpflanzen können zwar fast ganzjährig gesetzt werden, doch an heißen Sommertagen ist der Pflegeaufwand deutlich höher.
Hier eine kompakte FAQ-Tabelle mit häufigen Fragen und kurzen Antworten:
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Ist Storchschnabel winterhart? | Die meisten Garten-Storchschnäbel sind gut winterhart. |
| Wie lange blüht Storchschnabel? | Je nach Art und Sorte von Mai bis September, manche besonders lange. |
| Muss man Storchschnabel schneiden? | Ein Rückschnitt nach der Blüte ist oft sinnvoll und fördert teils eine Nachblüte. |
| Eignet sich Storchschnabel als Bodendecker? | Ja, besonders niedrige und flächig wachsende Arten sind ideal dafür. |
| Welcher Storchschnabel passt in den Schatten? | Geranium macrorrhizum und Geranium phaeum sind dafür gut geeignet. |
| Ist Storchschnabel bienenfreundlich? | Ja, viele Arten werden gerne von Bienen und anderen Insekten besucht. |
Storchschnabel-Arten und -Sorten bieten für fast jeden Garten die passende Lösung – vom sonnigen Staudenbeet bis zum trockenen Schatten unter Gehölzen. Wer Blütenfarbe, Wuchshöhe und Standort geschickt auswählt, kann mit diesen pflegeleichten Stauden über viele Jahre hinweg Freude haben.
Besonders schön ist die enorme Vielfalt: Kompakte Bodendecker, hohe Beetstauden und lang blühende Sorten wie ‚Rozanne‘ machen die Auswahl spannend und abwechslungsreich. Gleichzeitig sind viele Storchschnäbel unkompliziert, winterhart und ökologisch wertvoll.
Damit zählt der Storchschnabel zu den Stauden, die in keinem vielseitig bepflanzten Garten fehlen sollten. Ob naturnah, klassisch oder romantisch gestaltet – mit den schönsten Arten und Sorten lässt sich nahezu jeder Gartenbereich attraktiv und dauerhaft begrünen.

