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Gartenblues » Zimmerpflanzen » Monstera gießen: so viel Wasser benötigt sie

Zimmerpflanzen

Monstera gießen: so viel Wasser benötigt sie

Wie oft braucht eine Monstera wirklich Wasser – und woran erkennst du, dass sie durstig ist oder schon im Nassen steht? Wir erklären dir die ideale Gießmenge, Intervalle und typische Fehler.

Eine lächelnde Frau mit roten Haaren in einer modernen Küche.
By Zena
2026.03.10.
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12 Min Read
Monstera deliciosa im Topf, glänzende Blätter und sichtbares Gießwasser am Boden
Die Monstera wird gleichmäßig gegossen, damit der Wurzelballen nicht zu nass wird.
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Die Monstera ist längst zum Kultgewächs geworden – doch so spektakulär ihre Blätter auch aussehen, so empfindlich reagiert sie auf falsches Gießen. Zu viel Wasser führt schnell zu Wurzelfäule, zu wenig Wasser zu braunen, trockenen Blatträndern. In diesem Artikel erfährst du, wie oft und wie viel du deine Monstera wirklich gießen solltest, wie du typische Fehler erkennst und mit welchen Tricks du sie das ganze Jahr über optimal mit Wasser versorgst.

Inhalt
Wie oft sollte man eine Monstera wirklich gießen?Die perfekte Wassermenge für verschiedene MonsterasAnzeichen für zu viel oder zu wenig Wasser erkennenPraktische Gießtipps für jede Jahreszeit beachtenHäufig gestellte Fragen und Antworten zum Gießen

Wie oft sollte man eine Monstera wirklich gießen?

Die wichtigste Regel beim Gießen der Monstera: Nicht nach Kalender, sondern nach Bedarf gießen. Monsteras stammen aus tropischen Regenwäldern, wo sie zwar hohe Luftfeuchtigkeit gewohnt sind, aber keine dauerhaft nassen Wurzeln. In der Wohnung bedeutet das: Die Erde sollte zwischen den Gießvorgängen leicht abtrocknen, aber niemals komplett austrocknen und staubtrocken werden. Eine pauschale Empfehlung wie „einmal pro Woche“ ist daher nur ein grober Richtwert.

Entscheidend sind mehrere Faktoren: Topfgröße, Substrat (sehr torfhaltig oder eher grob und drainagestark), Standort (hell & warm oder schattig & kühl), Luftfeuchtigkeit und natürlich die Jahreszeit. Steht deine Monstera sehr hell und warm, verdunstet mehr Wasser, und du musst tendenziell häufiger gießen. In dunkleren Ecken und im Winter wird sie dagegen deutlich seltener Wasser benötigen.

Ein einfaches Hilfsmittel ist die Fingerprobe: Stecke einen Finger etwa 3–4 cm tief in die Erde. Fühlt sich die obere Schicht trocken, die Tiefe aber noch leicht feucht an, ist der ideale Zeitpunkt zum Gießen. Ist die Erde auch in der Tiefe noch deutlich feucht, wartest du besser noch. Wer ganz genau sein möchte, kann zusätzlich ein Bodenfeuchtemessgerät verwenden – besonders hilfreich bei sehr großen Pflanzen oder dicken Töpfen.


Die perfekte Wassermenge für verschiedene Monsteras

Wie viel Wasser deine Monstera konkret braucht, hängt auch von ihrer Art bzw. Größe und der Topfgröße ab. Kleinere, frisch getopfte Pflanzen haben weniger Wurzelmasse und brauchen in der Regel weniger Wasser als ausgewachsene Exemplare mit ausladenden Blättern. Gleichzeitig trocknen kleine Töpfe deutlich schneller aus als große, weshalb hier häufiger, aber in kleineren Mengen gegossen werden sollte.

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Die folgende Tabelle gibt dir grobe Orientierungswerte für die Wassermenge pro Gießvorgang bei typischen Topfgrößen und Pflanzenstadien. Wichtig: Es handelt sich um Richtwerte für gut drainierte Erde, helle Standorte und normale Raumtemperaturen – dein individueller Bedarf kann abweichen:

Pflanze / TopfgrößeRichtwert Wassermenge pro GießenGießrhythmus (Faustregel)
Jungpflanze, 12–14 cm Topf150–250 mlalle 5–7 Tage
Mittelgroße Monstera, 17–20 cm Topf300–500 mlalle 7–10 Tage
Große Monstera, 24–28 cm Topf700–1200 mlalle 10–14 Tage
Sehr große Monstera, Kübelnach Durchfeuchtung (bis Drainage läuft)alle 10–21 Tage

Damit du die Menge im Alltag besser einschätzen kannst, hilft es, dich an einfachen Orientierungspunkten zu orientieren:

  • Trinkgläser & Tassen: Ein normales Trinkglas fasst etwa 200–250 ml, eine Standardtasse etwa 150–200 ml.
  • Gießkanne: Übliche Zimmergießkannen fassen 1–1,5 Liter – ideal für größere Monsteras.
  • Durchlaufprinzip: Bei größeren Pflanzen kannst du so gießen, bis das Wasser aus dem Abzugsloch unten austritt – überschüssiges Wasser nach 10–15 Minuten aus dem Untersetzer entfernen.

Statt dich sklavisch an Milliliter-Angaben zu halten, ist es sinnvoller, das Ziel im Blick zu behalten: Das Substrat soll gleichmäßig, aber nicht komplett durchnässt sein. Lieber etwas weniger gießen und bei Bedarf nachlegen, als die Pflanze regelmäßig zu „ertränken“. Wenn das Substrat sehr torfig ist und sich nach dem Austrocknen zusammenzieht, lohnt es sich, gelegentlich langsam in Etappen zu gießen, damit das Wasser wieder richtig einsickern kann.


Anzeichen für zu viel oder zu wenig Wasser erkennen

Monstera-Blätter zeigen Anzeichen von zu viel oder zu wenig Wasser beim Gießen
Typische Anzeichen wie gelbe Blätter oder braune Spitzen zeigen, ob die Monstera zu viel oder zu wenig Wasser braucht.

Monsteras sind ziemlich kommunikativ – wenn etwas mit der Wasserversorgung nicht stimmt, zeigen sie dir das recht deutlich. Die Kunst besteht darin, die Signale richtig zu deuten. Viele Symptome sehen sich allerdings ähnlich, deshalb lohnt ein genauer Blick auf Blätter, Stängel und Erde. Auch der Geruch aus dem Topf kann Hinweise geben, etwa bei beginnender Fäulnis durch Staunässe.

Typische Anzeichen für zu viel Wasser sind zum Beispiel:

  • Gelbliche Blätter, die von unten her anfangen, weich und matschig zu werden
  • Schlaffe, „labberige“ Blattstiele trotz feuchter Erde
  • Moderiger, muffiger Geruch aus dem Topf
  • Erde, die dauerhaft nass wirkt und sich kühl anfühlt
  • Braune, wässrige Flecken auf den Blättern (oft in Verbindung mit Wurzelfäule)

Typische Anzeichen für zu wenig Wasser sind:

  • Hängende, schlaffe Blätter bei gleichzeitig sehr trockener Erde
  • Braune, trockene Blattränder oder komplette Blattspitzen
  • Mattes, stumpfes Blattgrün ohne den typischen Glanz
  • Sehr leichte Töpfe, wenn du sie anhebst
  • Erde, die sich vom Topfrand löst und beim Gießen das Wasser sofort durchrauschen lässt, ohne sich richtig vollzusaugen

Tritt eines dieser Symptome auf, solltest du zunächst prüfen, wie sich die Erde anfühlt, und danach handeln: Bei Trockenheit gründlich, aber kontrolliert gießen und das Substrat eventuell durch langsames Gießen wieder „anfeuchten“, wenn es stark geschrumpft ist. Bei Verdacht auf Staunässe lieber ein paar Tage nicht gießen, überschüssiges Wasser entfernen und im schlimmsten Fall die Wurzeln prüfen und faulige Teile entfernen. Je früher du reagierst, desto besser stehen die Chancen, dass sich deine Monstera wieder erholt.


Praktische Gießtipps für jede Jahreszeit beachten

Der Wasserbedarf deiner Monstera schwankt im Jahresverlauf deutlich. In der Wachstumsphase im Frühling und Sommer braucht sie mehr Wasser, weil sie aktiv neue Blätter und Wurzeln bildet und mehr verdunstet. Im Herbst und Winter dagegen fährt sie ihren Stoffwechsel herunter, insbesondere an dunklen Standorten mit wenig Licht. Entsprechend solltest du deinen Gießrhythmus an die Jahreszeit anpassen und nicht nach denselben Intervallen gießen wie im Hochsommer.

In der folgenden Tabelle findest du eine Übersicht, wie sich der Gießbedarf grob über die Jahreszeiten verteilt – bezogen auf eine mittelgroße Monstera in normaler Wohnungslage (20–23 °C, heller bis halbschattiger Standort):

JahreszeitGießhäufigkeit (Faustregel)Besonderheiten beim Gießen
Frühlingalle 7–10 TageWachstum startet, Wasserbedarf steigt, langsam steigern
Sommeralle 5–8 TageHoher Bedarf, ggf. häufiger kontrollieren, Staunässe vermeiden
Herbstalle 10–14 TageNach und nach reduzieren, Licht nimmt ab
Winteralle 14–21 TageSehr sparsam gießen, Staunässe besonders kritisch

Neben der Menge ist auch die Art des Gießens wichtig. Ideal ist zimmerwarmes, abgestandenes Leitungswasser; sehr hartes Wasser kann auf Dauer zu Kalkablagerungen führen, die sich auf der Erde oder den Blättern zeigen. Wer sehr kalkhaltiges Wasser hat, kann auf gefiltertes Wasser, Regenwasser oder abgekochtes (abgekühltes) Leitungswasser zurückgreifen. Gieße möglichst direkt auf die Erde, nicht ins Herz der Pflanze, damit sich dort kein Wasser staut.

Praktisch ist es zudem, im Sommer nicht nur zu gießen, sondern auch die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, zum Beispiel durch Besprühen der Blätter (am besten morgens), eine Schale mit Wasser in der Nähe oder Luftbefeuchter. Im Winter, wenn Heizungen laufen, trocknet die Luft oft stark aus – das wirkt sich zwar weniger auf den Wasserbedarf im Topf, aber stark auf die Blattgesundheit aus. Mehr Luftfeuchtigkeit erlaubt dir gleichzeitig, etwas moderater mit dem Gießen zu sein, weil die Pflanze insgesamt weniger Stress hat.


Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Gießen

Im Alltag tauchen beim Monstera-Gießen oft ganz ähnliche Fragen auf. Viele davon lassen sich mit ein paar klaren Grundsätzen beantworten: lieber kontrollieren als raten, stehendes Wasser vermeiden und den Standort immer mitdenken. Die folgende Tabelle fasst typische Fragen und knappe Antworten zusammen, an denen du dich orientieren kannst:

FrageKurze Antwort
Kann ich meine Monstera von oben gießen?Ja, solange kein Wasser dauerhaft im Übertopf steht und das Substrat gut drainiert.
Ist Untertauchen (Tauchbad) sinnvoll?Gelegentlich ja, besonders bei ausgetrockneter Erde – danach Wasser gut abtropfen lassen.
Leitungswasser oder Regenwasser?Beides möglich; bei sehr hartem Leitungswasser ist Regen- oder gefiltertes Wasser schonender.
Muss ich im Winter genauso viel gießen wie im Sommer?Nein, deutlich weniger gießen, da Licht und Wachstum reduziert sind.
Darf Wasser im Untersetzer stehen bleiben?Nein, nach 10–15 Minuten überschüssiges Wasser immer abgießen.

Zum Abschluss noch ein paar praktische Alltags-Tipps, die dir das Leben mit deiner Monstera erleichtern 🌿:

  • Nutze die Fingerprobe konsequent – sie ist zuverlässiger als jede Kalenderregel.
  • Hebe den Topf ab und zu hoch: Mit der Zeit bekommst du ein Gefühl dafür, wie sich „trocken“ und „feucht“ anfühlt.
  • Sorge für gute Drainage (Abzugslöcher, Blähton/Seramis im Topfboden, luftiges Substrat), damit überschüssiges Wasser schnell abfließen kann.
  • Gieße lieber seltener etwas mehr als ständig in Mini-Mengen – so wird die Erde gleichmäßiger durchfeuchtet.
  • Beobachte deine Pflanze: Neue, kräftige Blätter und ein stabiles, sattes Grün sind das beste Zeichen dafür, dass du beim Gießen vieles richtig machst. 🌱

FAQ – Kurze Antworten auf typische Fragen

Wie oft sollte ich meine Monstera gießen?
Je nach Jahreszeit und Standort ungefähr alle 5–14 Tage. Gieße immer dann, wenn die obere Erdschicht trocken ist, die Tiefe aber noch leicht feucht.

Woran erkenne ich, dass meine Monstera Wasser braucht?
Hängende Blätter, trockene Erde (auch in 3–4 cm Tiefe) und ein sehr leichter Topf sind klare Hinweise auf Wassermangel.

Was passiert, wenn ich zu viel gieße?
Die Wurzeln können faulen, Blätter werden gelb und matschig, die Pflanze kann im schlimmsten Fall absterben. Dann unbedingt Gießmenge reduzieren und Drainage prüfen.

Ist besprühen statt gießen ausreichend?
Nein. Besprühen erhöht nur die Luftfeuchtigkeit und ersetzt das Gießen nicht. Die Wurzeln brauchen weiterhin Wasser im Substrat.

Soll ich meine Monstera nach dem Umtopfen anders gießen?
Ja, direkt nach dem Umtopfen gut angießen, dann ein paar Tage eher vorsichtig sein, bis die Wurzeln im neuen Substrat angekommen sind und die Pflanze wieder sichtbar wächst.

Wenn du die Signale deiner Monstera liest und Wasser nicht nach starren Plänen, sondern nach tatsächlichem Bedarf gibst, ist der wichtigste Schritt zu einer gesunden, üppigen Pflanze bereits getan. Mit einer lockeren, gut drainierten Erde, maßvollem Gießen und etwas Aufmerksamkeit für Jahreszeiten und Standort wird deine Monstera dir lange mit großen, dekorativen Blättern danken – ganz ohne Angst vor Staunässe oder Trockenstress.

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ByZena
Ich bin Zena, leidenschaftliche Gartenfreundin und Naturliebhaberin. Seit vielen Jahren widme ich meine Freizeit dem Gärtnern, dem Ausprobieren neuer Ideen und dem Beobachten, wie Pflanzen wachsen und gedeihen. In meinen Texten teile ich Tipps, Inspiration und persönliche Erfahrungen, um anderen Gartenfreunden Freude und nützliche Anregungen zu geben. Mein Ziel ist es, die Begeisterung für die Natur weiterzugeben und zu zeigen, wie viel Glück und Ruhe ein eigener Garten schenken kann.
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