Auberginen gehören zu den vielseitigsten Gemüsesorten im Garten und in der Küche – vorausgesetzt, sie werden im richtigen Moment geerntet, sinnvoll gelagert und sorgfältig zubereitet. Viele Hobbygärtner sind unsicher, wann die Früchte wirklich reif sind und warum sie manchmal bitter oder schwammig werden. Mit ein wenig Hintergrundwissen lässt sich jedoch das volle Aroma der Aubergine herausholen. In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du Erntezeitpunkt, Lagerung und Zubereitung optimal gestaltest. So landen deine Auberginen perfekt gereift, aromatisch und bekömmlich auf dem Teller.
Wann sind Auberginen erntereif? Reife sicher erkennen
Auberginen sind erntereif, wenn die Schale intensiv gefärbt, glatt und leicht glänzend ist. Je nach Sorte kann die Farbe von tiefviolett über fast schwarz bis hin zu weiß, gestreift oder grünlich reichen. Unreife Früchte wirken meist sehr hart und der Glanz ist oft noch nicht vollständig ausgeprägt. Überreife Auberginen dagegen sehen eher stumpf aus, bekommen erste Fältchen und fühlen sich weich oder leicht schwammig an.
Ein bewährter Reifetest ist der Fingerdruck: Drücke die Schale sanft mit der Fingerkuppe ein. Wenn sich die Delle langsam zurückbildet, ist die Aubergine reif. Bleibt der Abdruck bestehen, ist sie überreif; springt die Schale sofort wieder zurück, ist sie eher noch zu jung. Wichtig ist es, behutsam zu prüfen, um die empfindliche Haut nicht zu verletzen.
Auch der Blütenansatz verrät etwas über die Reife. Der Kelch (der grüne Teil am Stiel) sollte noch frisch und grün aussehen, nicht braun, vertrocknet oder schimmlig. Zudem ist die Fruchtgröße ein Hinweis: Viele Sorten sind bei 15–25 cm Länge erntereif, aber es gibt auch Mini- und Langfruchtsorten. Orientiere dich daher immer an der Beschreibung deiner spezifischen Sorte.
Zum besseren Überblick findest du hier typische Reifeanzeichen und Hinweise zur Beurteilung:
| Merkmal | Reif (erntebereit) | Unreif / Überreif |
|---|---|---|
| Schalenfarbe | Intensiv, sortentypisch, kräftig | Unreif: blass / fleckig; Überreif: stumpf, matt |
| Oberfläche | Glatt, gespannt, glänzend | Unreif: sehr hart; Überreif: runzlig, weich |
| Fingerdrucktest | Delle bildet sich langsam zurück | Unreif: kein Abdruck; Überreif: Delle bleibt |
| Kelch / Blütenansatz | Frisch grün, nicht vertrocknet | Braun, trocken, evtl. angetrockneter Rand |
| Fruchtfleisch (Anschnitt) | Hell, saftig, kleine helle Samen | Viele dunkle Samen, bräunliche Stellen |
Schritt für Schritt: Auberginen richtig ernten
Damit deine Auberginen unversehrt in der Küche landen, solltest du sie sorgfältig und mit dem richtigen Werkzeug ernten. Auberginenstiele sind relativ fest und faserig, daher solltest du nicht versuchen, die Früchte abzureißen oder abzudrehen. Verwende stattdessen eine scharfe Garten- oder Ernteschere, um den Stiel einige Zentimeter oberhalb des Kelches sauber zu durchtrennen. So vermeidest du Risse an der Pflanze, die später Eintrittspforten für Krankheiten sein können.
Achte auf den richtigen Erntezeitpunkt am Tag: Am besten schneidest du Auberginen am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn die Hitze des Tages nachlässt. Die Früchte sind dann weniger gestresst und lassen sich besser lagern. Nasse Pflanzen (z.B. nach Regen oder Bewässerung) solltest du generell nicht anfassen, um Pilzkrankheiten und Bakterienübertragung zu minimieren.
Eine strukturierte Vorgehensweise hilft, nichts zu übersehen und die Pflanzen möglichst zu schonen. Kontrolliere jede Pflanze in Ruhe und prüfe mehrere Früchte nacheinander auf Reife, anstatt wahllos zu ernten. So stellst du sicher, dass jede Aubergine zum optimalen Zeitpunkt geerntet wird – das ist die Grundlage für gutes Aroma und eine angenehme Konsistenz beim Kochen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Ernte:
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Vorbereiten
- Scharfe Schere oder Messer säubern und ggf. desinfizieren
- Einen Korb oder eine flache Kiste mit weicher Unterlage bereitstellen
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Reife prüfen
- Schale auf Glanz, Farbe und Unversehrtheit kontrollieren
- Fingerdrucktest durchführen (Delle, die langsam zurückgeht)
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Ernten
- Frucht mit einer Hand fest, aber vorsichtig halten
- Stiel einige Zentimeter oberhalb des Kelches abschneiden
- Frucht behutsam in den Korb legen, nicht stapeln oder werfen
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Nachkontrolle an der Pflanze
- Pflanze auf weitere reife oder fast reife Früchte checken
- Vertrocknete oder kranke Pflanzenteile gleich mit entfernen
Häufige Erntefehler und wie du sie vermeidest
Auberginen werden oft zu spät geerntet, weil viele denken: „Je größer, desto besser.“ Das Gegenteil ist häufig der Fall. Überreife Früchte haben meist ein schwammiges, wässriges Fruchtfleisch, viele dunkle Samen und können leicht bitter schmecken. Zudem können sie bei der Zubereitung viel Öl aufsaugen und zerfallen schneller in der Pfanne oder im Ofen. Ernte lieber etwas früher, solange die Schale noch fest und glänzend ist.
Ein weiterer typischer Fehler ist das grobe Hantieren: Auberginen bekommen rasch Druckstellen, die sich beim Lagern in faulige Stellen verwandeln können. Wer die Früchte in den Eimer wirft oder sie übereinander stapelt, riskiert Qualitätsverluste noch vor dem Kochen. Auch ein stumpfes Messer oder eine stumpfe Schere verursacht Quetschungen am Stiel, was die Pflanzengesundheit beeinträchtigen kann.
Viele Hobbygärtner übersehen zudem die Bedeutung von Hygiene bei der Ernte. Werden kranke und gesunde Pflanzen mit demselben, ungeputzten Werkzeug bearbeitet, können Pilzsporen und Bakterien leicht von Pflanze zu Pflanze wandern. Das führt im Extremfall zu einem starken Befall im gesamten Bestand – und damit zu weniger und schlechteren Früchten.
Damit du diese Probleme vermeidest, hilft eine kurze Merkliste typischer Fehler und ihrer Lösungen:
- Zu spät ernten
- Lösung: Auf Glanz der Schale und Fingerdrucktest achten, lieber etwas kleiner ernten.
- Früchte abreißen oder abdrehen
- Lösung: Immer eine scharfe Schere / ein Messer verwenden.
- Druckstellen durch falschen Transport
- Lösung: Flache Kisten mit weicher Unterlage nutzen, nicht hoch stapeln.
- Unsauberes Werkzeug nutzen
- Lösung: Scheren und Messer regelmäßig reinigen und desinfizieren.
- Nur die großen Früchte ernten, kleine ignorieren
- Lösung: Alle Pflanzen systematisch kontrollieren, auch auf versteckte „Mitten in der Pflanze“-Früchte.
So lagerst du frische Auberginen optimal zu Hause
Auberginen sind empfindlicher, als viele denken: Sie mögen es weder zu kalt noch zu warm. Im Kühlschrank, besonders unter 8 °C, können sie Kälteschäden bekommen – die Schale wird fleckig, das Fruchtfleisch wässrig und geschmacklos. Bei dauerhaft zu hohen Temperaturen über 25 °C reifen sie hingegen stark nach und werden schneller weich und unansehnlich. Ideal ist ein kühler, aber nicht zu kalter Raum mit etwa 10–15 °C.
Für die kurzfristige Lagerung von 2–4 Tagen eignet sich oft ein leicht kühler Vorratsraum oder eine Speisekammer. Wer keinen solchen Raum hat, kann Auberginen im Kühlschrank lagern, am besten im Gemüsefach, gut verpackt in einem perforierten Beutel oder in Papier. So sind sie vor Austrocknung geschützt, gleichzeitig kann Feuchtigkeit entweichen. Nimm sie vor dem Kochen rechtzeitig heraus, damit sie Zimmertemperatur annehmen und ihr Aroma entfalten.
Wichtig ist außerdem, Auberginen nicht zusammen mit stark ethylenproduzierenden Obstsorten wie Äpfeln, Bananen oder Tomaten zu lagern. Das Reifegas Ethylen beschleunigt den Alterungsprozess und lässt die Früchte schnell weich, braunfleckig und wenig appetitlich werden. Trenne Auberginen räumlich möglichst etwas von Obst und stark duftendem Gemüse.
Zur Orientierung findest du hier eine Übersicht der idealen Lagerbedingungen:
| Lagerort / Methode | Temperaturbereich | Dauer (ca.) | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Kühle Speisekammer | 10–15 °C | 3–5 Tage | Dunkel und luftig lagern, nicht stapeln |
| Kühlschrank (Gemüsefach) | 8–10 °C | 2–4 Tage | In Papier oder gelochtem Beutel verpacken |
| Raumtemperatur (20–22 °C) | 1–2 Tage | Schnell verbrauchen | Vor Sonne und Heizquellen schützen |
| Neben Äpfeln / Bananen | – | Nicht empfohlen | Ethylen beschleunigt Alterung |
| Bereits angeschnitten | Kühlschrank | 1 Tag | Schnittfläche abdecken, schnell verarbeiten |
Haltbarkeit verlängern: Einfrieren, Einlegen, Trocknen
Wenn die Ernte im Garten reichlich ausfällt oder du ein günstiges Angebot genutzt hast, lohnt es sich, Auberginen haltbar zu machen. Das Einfrieren ist eine praktische Methode, allerdings nur, wenn die Früchte vorher blanchiert oder vorgegart werden. Rohe Auberginen werden im Tiefkühler meist schwammig und verlieren Struktur. Schneide die Auberginen in Scheiben oder Würfel, blanchiere sie kurz oder brate sie leicht an, lasse sie abkühlen und friere sie dann portionsweise ein.
Einlegen in Öl oder Essig ist ideal, um aromatische Antipasti oder Vorräte für die Winterküche zu erzeugen. Klassisch werden Auberginenscheiben zunächst gesalzen, entwässert, dann kurz vorgegart (z.B. in Essigwasser oder in der Pfanne) und anschließend mit Kräutern, Knoblauch und Gewürzen in sterile Gläser geschichtet. Mit gutem Olivenöl oder einer Essig-Öl-Mischung aufgegossen, halten sie im Kühlschrank mehrere Wochen bis Monate – abhängig von Rezept, Hygiene und Konservierungsart.
Das Trocknen ist eine weniger verbreitete, aber durchaus interessante Methode, besonders für Pasten, Saucen oder als Zutat in Eintöpfen. Dünn geschnittene Auberginen können in einem Dörrautomaten oder bei niedriger Temperatur im Backofen getrocknet werden. Sie verlieren dabei stark an Volumen und Gewicht, behalten aber einen konzentrierten Geschmack und sind lange haltbar, wenn sie trocken und luftdicht aufbewahrt werden.
Die unterschiedlichen Methoden im Überblick:
| Methode | Vorbereitung | Haltbarkeit (ca.) | Vorteile | Nachteile / Hinweise |
|---|---|---|---|---|
| Einfrieren | Blanchieren oder vorbraten, abkühlen | 6–9 Monate | Schnell, praktisch, vielseitig | Konsistenz etwas weicher nach dem Auftauen |
| In Öl einlegen | Salzen, abtropfen, vorgegart einlegen | 4–8 Wochen (gekühlt) | Intensives Aroma, fertige Antipasti | Sorgfältige Hygiene notwendig |
| In Essig einlegen | Kurz in Essigwasser garen, einlegen | Mehrere Monate (steril) | Gute Haltbarkeit, würziger Geschmack | Säuerliche Note, nicht jedermanns Sache |
| Trocknen | Dünn schneiden, im Dörrautomaten/Ofen | Mehrere Monate | Platzsparend, aromakonzentriert | Eher für Weiterverarbeitung geeignet |
Vor dem Kochen: Auberginen vorbereiten und salzen
Vor dem Kochen steht die richtige Vorbereitung: Zuerst werden Auberginen gründlich unter fließendem Wasser gewaschen, um Staub und eventuelle Rückstände zu entfernen. Die Schale wird bei den meisten Gerichten mitverwendet, da sie Farbe, Struktur und Nährstoffe liefert. Nur bei sehr dicken, älteren Schalen oder bestimmten Rezepten (z.B. feine Cremes) lohnt sich das Schälen. Schneide anschließend Stiel- und Blütenansatz großzügig ab, da sie hart und ungenießbar sind.
Ob Auberginen gesalzen werden sollten, sorgt immer wieder für Diskussionen. Traditionell dient das Salzen dazu, Bitterstoffe zu entziehen und die Struktur zu festigen. Moderne Züchtungen enthalten oft deutlich weniger Bitterstoffe, sodass dieser Schritt nicht immer zwingend nötig ist. Dennoch kann Salzen hilfreich sein, um Auberginen weniger ölaufsaugend zu machen und bei bestimmten Zubereitungen (z.B. frittierte Scheiben) eine bessere Konsistenz zu erzielen.
Zum Salzen schneidest du die Auberginen in Scheiben, Würfel oder Streifen – je nach Rezept. Bestreue sie dann großzügig mit Salz und lege sie in ein Sieb oder auf ein Gitter. Unter der Einwirkung des Salzes tritt Wasser aus dem Fruchtfleisch aus. Nach 20–30 Minuten (bei sehr dicken Scheiben auch bis zu 45 Minuten) kannst du die austretende Flüssigkeit abgießen oder abtupfen. Wichtig: Die Stücke anschließend mit Küchenpapier gründlich trockenreiben, um überschüssiges Salz zu entfernen.
Du musst nicht jede Aubergine pauschal salzen. Für Schmorgerichte mit reichlich Flüssigkeit (z.B. Ratatouille) oder für Ofengerichte mit Sauce kannst du aufs Salzen oft verzichten, besonders bei jungen, frischen Früchten. Für knusprig gebratene Scheiben, Aufläufe mit wenig Flüssigkeit oder Frittiertes lohnt sich der zusätzliche Arbeitsschritt jedoch meistens deutlich.
Braten, Grillen, Backen: Garmethoden im Vergleich
Beim Braten in der Pfanne entwickelt die Aubergine intensive Röstaromen und eine cremige Textur im Inneren. Wichtig ist eine ausreichend heiße Pfanne und ein geeigneter Fettanteil. Auberginen saugen Öl wie ein Schwamm auf, vor allem am Anfang – deshalb lohnt es sich, sie vorher zu salzen oder mit etwas Öl zu bestreichen, statt viel Öl in die Pfanne zu gießen. Brate die Stücke portionsweise, damit sie nicht im eigenen Saft garen und matschig werden.
Grillen ist eine hervorragende Methode, um Auberginen mit rauchigem Aroma zu versehen. Ob auf dem Holzkohlegrill, Gasgrill oder Grillpfanne: Dickere Scheiben oder halbierte Früchte eignen sich besonders gut. Vor dem Grillen mit Öl bepinseln und würzen, damit sie nicht festkleben, und bei mittlerer Hitze langsam garen. So werden sie weich, ohne zu verbrennen, und bekommen schöne Grillstreifen. Auch ganze Auberginen lassen sich grillen und anschließend zu Cremes wie Baba Ghanoush verarbeiten.
Backen im Ofen ist besonders praktisch, wenn du größere Mengen zubereiten willst. Auberginen können in Scheiben, Spalten oder halbiert auf ein Blech gelegt, mit Öl und Gewürzen versehen und bei etwa 180–220 °C gegart werden. So entstehen Grundlage für Aufläufe, Pastaauflagen oder Antipasti. Wer es fettärmer mag, kann den Ölanteil reduzieren und mit Tomatensauce, Brühe oder Gemüsefond arbeiten, um Austrocknen zu verhindern.
Unter Dampf oder in Flüssigkeit gegart (z.B. in Saucen, Currys oder Eintöpfen) werden Auberginen sehr weich und mild im Geschmack. Die Röstaromen fehlen hier, dafür tritt die Würzung der Umgebungssauce in den Vordergrund. Diese Methode ist gut geeignet, wenn du Auberginen eher als Bindeglied in Gerichten nutzen möchtest, etwa um Cremigkeit zu schaffen, ohne Sahne zu verwenden.
Klassiker der Küche: Beliebte Auberginenrezepte
Die Aubergine spielt in vielen Länderküchen eine Hauptrolle. Ein bekannter Klassiker ist Melanzane alla Parmigiana aus Italien: In Öl angebratene Auberginenscheiben werden mit Tomatensauce, Parmesan und Mozzarella geschichtet und im Ofen gebacken. Das Ergebnis ist ein aromatischer, saftiger Auflauf mit intensivem Tomaten-Käse-Geschmack und cremiger Auberginenstruktur. Wichtig ist hier, die Scheiben gut vorzubereiten und möglichst viel überschüssiges Öl zu vermeiden.
Ein weiteres Highlight ist das französische Ratatouille, ein Gemüse-Schmorgericht aus Auberginen, Zucchini, Paprika, Tomaten und Zwiebeln. Auberginen saugen dabei die Aromen der Kräuter und des Olivenöls auf und geben dem Gericht Tiefe und Substanz. Ob rustikal alles zusammen geschmort oder kunstvoll geschichtet – Auberginen sind hier mehr als nur „Beilage“, sie bringen die besondere Textur und Sättigung.
Im Nahen Osten und im Mittelmeerraum sind cremige Auberginendips wie Baba Ghanoush oder Mutabal beliebt. Dafür werden Auberginen im Ganzen gegrillt oder im Ofen geröstet, bis das Fruchtfleisch weich und leicht rauchig ist. Anschließend wird das Innere mit Tahin, Knoblauch, Zitronensaft, Olivenöl und Gewürzen zu einer Paste verarbeitet. Serviert mit Fladenbrot entsteht eine aromatische Vorspeise oder ein leichter Imbiss.
Aus der türkischen Küche kennt man Gerichte wie Imam Bayildi (gefüllte, in viel Olivenöl geschmorte Auberginen mit Zwiebeln und Tomaten) oder verschiedenste Auberginen-Kebabs. In der indischen Küche ist Baingan Bharta verbreitet – gegrillte Aubergine, die mit Tomaten, Zwiebeln und Gewürzen zu einem würzigen Curry verarbeitet wird. All diese Gerichte zeigen, wie vielseitig Auberginen mit unterschiedlichen Gewürzprofilen harmonieren.
Typische Probleme beim Zubereiten und ihre Lösung
Eines der häufigsten Probleme ist, dass Auberginen beim Braten Unmengen an Öl aufnehmen und am Ende schwer und fettig schmecken. Um das zu verhindern, helfen mehrere Maßnahmen: Auberginen vor dem Braten salzen und gut abtupfen, die Stücke nur dünn mit Öl bestreichen statt Öl in die Pfanne zu gießen, und in einer gut vorgeheizten Pfanne arbeiten. Alternativ kannst du die Auberginenstücke mit etwas Öl und Gewürzen in einer Schüssel vermengen und dann auf ein heißes Blech geben.
Ein anderes Problem ist ein bitterer Geschmack. Dieser kann an überreifen Früchten, falscher Lagerung oder Stress während des Anbaus liegen (z.B. Wassermangel, starke Hitze). Verwende möglichst junge, glänzende Früchte, salze sie vor dem Garen großzügig und verwirf sehr alte, weich gewordene Exemplare lieber. Falls eine gekaufte Aubergine deutlich bitter schmeckt, liegt es oft an der Sorte oder an Anbaubedingungen, die du nicht beeinflussen kannst.
Manchmal bleiben Auberginen im Ofen oder in der Pfanne zäh und werden nicht richtig weich. Meist liegt das an zu kurzer Garzeit oder zu niedriger Hitze. Auberginen brauchen Zeit, um ihr Zellgewebe zu zersetzen und eine cremige Textur zu entwickeln. Gönne ihnen ausreichend Garzeit bei mittlerer bis höherer Hitze und prüfe mit einer Gabel: Lässt sie sich leicht einstechen, ist die Aubergine gar. Bei Ofengerichten helfen Deckel oder Alufolie, damit die Feuchtigkeit nicht zu schnell entweicht.
Auch die Optik kann zum Problem werden: Auberginen, die zu lange liegen, bekommen braune Stellen oder runzlige Schalen, angeschnittene Früchte verfärben sich schnell. Schneide braune, weiche Teile großzügig weg und verwende nur festes, helles Fruchtfleisch. Um das Nachdunkeln der Schnittfläche zu minimieren, kannst du sie mit Zitronensaft beträufeln oder die Stücke zügig weiterverarbeiten.
Häufig gestellte Fragen und Antworten zu Auberginen
Zum Abschluss ein kompakter FAQ-Bereich – inklusive kurzer „Merkpunkte“ mit Symbolen zur Orientierung. 🌱🍆
1. Muss man Auberginen immer salzen?
Nicht zwingend.
- ✅ Sinnvoll bei: Frittierten Scheiben, stark gebratenen oder gegrillten Stücken, älteren oder größeren Früchten.
- ➖ Optional bei: Schmorgerichten, Currys, Ofengerichten mit viel Sauce.
- ❌ Kaum nötig bei: Sehr frischen, jungen Früchten modern gezüchteter Sorten.
2. Kann man die Schale von Auberginen mitessen?
Ja, in der Regel schon.
- 🍽 Meist essbar, liefert Farbe und Struktur.
- 🔪 Schälen nur bei: Sehr dicker, harter Schale, alten Früchten oder besonders feinen Cremes.
- 👶 Für empfindliche Mägen kann geschälte Aubergine bekömmlicher sein.
3. Woran erkenne ich, ob eine Aubergine verdorben ist?
- 👁️ Stark runzlige, verschrumpelte Schale.
- 🧪 Weiche, matschige Stellen, eventuell mit Schimmel.
- 🔍 Im Inneren: Graubraunes, glasiges Fruchtfleisch, unangenehmer Geruch.
Im Zweifel lieber wegwerfen.
4. Sind rohe Auberginen essbar?
- Theoretisch ja, aber nicht empfehlenswert in größeren Mengen.
- 🍽 Rohe Auberginen können leicht bitter sein und enthalten Solanin-ähnliche Stoffe, die bei Empfindlichen Beschwerden auslösen können.
- 🔥 Durch Garen werden sie bekömmlicher und aromatischer.
5. Wie lange sind gekochte Auberginen im Kühlschrank haltbar?
- 🕒 Gekochte oder gebratene Auberginen: 2–3 Tage gut gekühlt in einem verschlossenen Behälter.
- ❄️ Eingerichtete Speisen (z.B. Aufläufe, Ratatouille): oft 2–4 Tage, je nach Zutaten.
- 🔁 Reste beim Aufwärmen gut durcherhitzen.
6. Welche Sorten eignen sich besonders gut für den Hausgarten?
- 🌿 Beliebt sind robuste Sorten wie ‚Black Beauty‘, ‚Listada de Gandia‘, ‚Slim Jim‘ oder asiatische Langfruchtsorten.
- ☀️ Wichtig: Sorten wählen, die für dein Klima geeignet sind (z.B. frühreif, für geschützten Anbau).
- 🏡 Im Gewächshaus sind die Erträge meist höher und stabiler.
7. Warum haben manche Auberginen viele braune Kerne?
- 🔁 Das ist ein Zeichen für Überreife.
- 🍆 Die Frucht hat zu lange an der Pflanze gehangen; das Fruchtfleisch ist oft schwammig und kann bitter sein.
- ✅ Besser: Früher ernten, sobald Schale glänzt und der Fingerdrucktest passt.
8. Kann ich Auberginen auf dem Balkon anbauen?
- Ja, in großen Töpfen (mind. 10–15 Liter) ist das möglich.
- 🌞 Standort: Warm, sonnig, windgeschützt.
- 💧 Ausreichend gießen und regelmäßig düngen, da Topfpflanzen schnell austrocknen.
- 🌼 Blüten selbst sind frostempfindlich – also erst nach den Eisheiligen rausstellen.
Mit dem richtigen Erntezeitpunkt, einer schonenden Lagerung und einer passenden Zubereitung verwandelt sich die vermeintlich „heikle“ Aubergine in ein vielseitiges Lieblingsgemüse. Wenn du auf glänzende Schalen, den Fingerdrucktest, moderate Temperaturen bei der Lagerung und ein bewusstes Arbeiten mit Salz, Öl und Hitze achtest, wirst du mit aromatischen, cremigen und bekömmlichen Gerichten belohnt. Nutze die Vielfalt der Garmethoden und Rezepte – vom einfachen Ofengemüse bis zu raffinierten Aufläufen und Dips – und experimentiere mit Gewürzen aus aller Welt. So werden deine selbst geernteten oder gekauften Auberginen zu einem festen Bestandteil deiner Küche.
