Calla – kaum eine andere Blume vereint so edle Eleganz mit moderner Farbvielfalt. Ob als Topfpflanze, im Blumenbeet oder in der Vase: Die attraktiven Trichterblüten setzen überall stilvolle Akzente. Dabei verbirgt sich hinter dem Namen „Calla“ ein ganzes Spektrum an Arten und Sorten, die sich in Wuchs, Farbe und Einsatzmöglichkeiten deutlich unterscheiden. In diesem Überblick lernst du die wichtigsten Calla-Arten kennen, bekommst Inspiration für Sortenwahl und Deko – und erfährst, wie du deine Pflanzen richtig pflegst, damit sie lange schön bleiben.
Farbenfrohe Vielfalt: Beliebte Calla-Arten im Porträt
Die „echte“ Calla, die im Alltag meist gemeint ist, heißt botanisch Zantedeschia. Sie gehört zur Familie der Aronstabgewächse und stammt vor allem aus dem südlichen Afrika. Charakteristisch sind die elegant gebogenen Hochblätter, die die eigentlichen Blüten – einen kolbenförmigen Blütenstand – wie einen Trichter umhüllen. Je nach Art und Sorte leuchten diese Hochblätter in Weiß, Gelb, Rosa, Orange, Rot, Violett oder zweifarbig gemustert.
Grob unterscheidet man zwischen eher robusten Garten-Calla-Arten und empfindlicheren Zimmer- und Schnittblumen-Typen. Einige Arten bilden kräftige Rhizome oder Knollen und eignen sich dadurch gut zur Kübelkultur oder zum Auspflanzen ins Beet. Andere werden vor allem für die Floristik gezüchtet und sind weniger auf Langlebigkeit im Hobbygarten optimiert, dafür aber perfekt proportioniert für die Vase.
Wichtig zu wissen: Viele Züchtungen, die im Handel einfach als „Calla“ verkauft werden, sind Hybriden aus mehreren Wildarten, vor allem Zantedeschia aethiopica und verschiedenen kleineren, farbigen Arten. Das erklärt, warum sich Wuchshöhe, Blühzeit und Pflegeansprüche von Sorte zu Sorte deutlich unterscheiden können. Ein Blick auf das Etikett – oder ein kurzer Sortennamen-Check – lohnt sich also immer.
Edle Klassiker: Weiße Calla-Sorten für jede Deko
Weiße Calla-Sorten gelten als Inbegriff von Eleganz und werden besonders gerne für Hochzeitssträuße, feierliche Tischdeko und stilvolle Raumgestaltung verwendet. Die bekannteste Art ist Zantedeschia aethiopica, die klassische weiße Garten-Calla. Sie bildet große, reinweiße Trichterblüten mit gelbem Kolben und kräftig grünen Blättern. Viele moderne Sorten bleiben etwas kompakter und sind dadurch praktischer für Topf und Vase, ohne an Ausstrahlung zu verlieren.
Eine Auswahl beliebter weißer Calla-Sorten im Überblick:
- ‚Crowborough‘ – klassischer, hoher Typ mit großen Blüten
- ‚Green Goddess‘ – weiß-grün überhauchte Blüten, sehr dekorativ
- ‚Childsiana‘ – kompakter Wuchs, reichblühend
- ‚Captain Ventura‘ – kräftige Stiele, ideal für Schnitt
- ‚Picasso White‘ – elegante, eher zierliche Blütenform
| Sorte | Farbe der Spatha | Wuchshöhe ca. | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| ‚Crowborough‘ | Reinweiß | 70–90 cm | Klassische Garten- und Teichsorte |
| ‚Green Goddess‘ | Weiß mit Grün | 80–100 cm | Sehr dekorativ, etwas wuchtig |
| ‚Childsiana‘ | Reinweiß | 40–60 cm | Kompakter, reich blühend |
| ‚Captain Ventura‘ | Reinweiß | 50–70 cm | Hervorragende Schnittblume |
| ‚Little Gem‘ | Weiß | 30–40 cm | Sehr klein, gut für Töpfe |
Wer weiße Calla arrangiert, kann sie solo sehr puristisch inszenieren oder mit zarten Grüntönen, Eukalyptus, Schleierkraut oder Rosen kombinieren. In modernen Interieurs wirkt eine einzelne weiße Calla in einer hohen Glasvase fast wie ein Designobjekt. Für den Garten sind die robusteren Sorten ideal, die im Sommer im Beet stehen und im Winter – je nach Region – geschützt oder frostfrei überwintert werden sollten.
Exotische Hingucker: Bunte Calla-Züchtungen entdecken
Bunte Calla-Sorten verdanken ihre intensiven Farben vor allem Hybriden aus Zantedeschia elliottiana, Zantedeschia rehmannii und anderen Wildarten. Diese Züchtungen bleiben meist etwas kleiner als die klassische weiße Calla, bringen dafür aber eine enorme Farbpalette mit: von leuchtendem Gelb über Apricot, Orange, Pink und Rot bis hin zu fast schwarzem Violett. Viele Sorten zeigen außerdem gesprenkeltes Laub, was auch außerhalb der Blütezeit attraktiv wirkt.
Typische Farbgruppen und Beispiele:
- Gelb & Orange: ‚Flame‘, ‚Mango‘, ‚Golden Calla‘
- Rosa & Pink: ‚Captain Romance‘, ‚Pink Jewel‘, ‚Rehmannii‘-Hybriden
- Rot & Bordeaux: ‚Red Alert‘, ‚Black Forest‘, ‚Captain Prado‘
- Dunkelviolett & Fast-Schwarz: ‚Black Star‘, ‚Odessa‘, ‚Schwarzwalder‘
- Zweifarbig: ‚Callafornia Red‘, ‚Picasso‘ (lila-weiß), ‚Black Beauty‘
Bunte Calla passen hervorragend in moderne, farbkräftige Deko-Konzepte: Gelbe und orangefarbene Sorten harmonieren mit sommerlichen Sonnenblumen und Gerbera, während violette und dunkelrote Sorten sehr edel mit weißen Rosen und Eukalyptus wirken. Im Topf kommen sie gut zur Geltung, wenn die Gefäße bewusst schlicht in Weiß, Anthrazit oder Naturtönen gehalten sind – so rückt die Blüte in den Mittelpunkt. Wer im Garten mit Farbakzenten spielen möchte, setzt einzelne Tuffs bunter Calla vor dunkle Gehölzer oder in bepflanzte Terrassenkübel.
Calla im Garten und Topf: Pflegetipps für Sorten
Calla lassen sich sowohl im Beet als auch im Topf kultivieren – entscheidend ist, die Herkunft der jeweiligen Sortengruppe zu berücksichtigen. Die weißen Zantedeschia aethiopica-Typen mögen es etwas feuchter und sind in milden Regionen bedingt winterhart, während die meisten farbigen Hybriden als nicht winterhart gelten und eher eine „Sommerblume aus der Knolle“ sind. Alle Calla lieben einen hellen bis halbschattigen Standort, Staunässe im Winter und Trockenheit in der Wachstumszeit vertragen sie dagegen schlecht.
Wichtige Pflegeschritte im Überblick:
- Standort: Hell, warm, geschützt; Halbschatten im Sommer bevorzugt
- Gießen: Gleichmäßig feucht während der Wachstumszeit, keine Staunässe
- Düngen: Von Austrieb bis Blühende alle 2 Wochen mit Blühpflanzendünger
- Überwintern: Knollen frostfrei, hell bis leicht dunkel, eher trocken lagern
- Rückschnitt: Verblühtes regelmäßig entfernen, Laub erst einziehen lassen
Für Garten- und Topf-Calla haben sich folgende Grundregeln bewährt:
- Pflanzzeit für Knollen: Frühling, sobald keine starken Fröste mehr drohen
- Pflanztiefe: 5–10 cm, je nach Knollengröße
- Substrat: Locker, humos, gut durchlässig (Blumenerde mit Sand/Perlite)
- Topfkultur: Drainageschicht im Topf, Untersetzer nicht dauerhaft mit Wasser füllen
- Beetkultur: In kalten Regionen Knollen im Herbst ausgraben und frostfrei lagern
Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Calla
Im Alltag tauchen rund um Calla-Arten und -Sorten immer wieder ähnliche Fragen auf – von der Giftigkeit über die Blühdauer bis hin zur richtigen Überwinterung. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Punkte kompakt zusammen und hilft dir, typische Fehler zu vermeiden. So bleibt deine Calla gesund, blühfreudig und macht dir lange Freude – ob im Wohnzimmer, auf dem Balkon oder direkt im Gartenbeet. 🌿
Typische Fragen zur Calla – kurz beantwortet:
- Ist Calla giftig für Haustiere und Kinder?
- Warum blüht meine Calla nicht (mehr)?
- Kann ich Calla im Garten überwintern?
- Wie lange halten Calla-Blüten in der Vase?
- Welche Calla eignet sich für Anfänger? 🪴
| Frage | Kurze Antwort |
|---|---|
| Ist Calla giftig? | Ja, alle Pflanzenteile sind giftig, v. a. für Katzen, Hunde und Kleinkinder. |
| Warum blüht meine Calla nicht? | Meist zu dunkel, zu trocken oder keine Ruhephase im Winter. |
| Winterhart im Beet? | Nur einige weiße Z. aethiopica-Sorten in milden Lagen bedingt winterhart. |
| Blühdauer in der Vase | Etwa 7–14 Tage bei kühler, zugfreier Umgebung und frischem Wasser. |
| Beste Calla für Anfänger | Kompakte Topf-Sorten, z. B. ‚Childsiana‘ oder bunte Zwerg-Hybriden. |
Weitere Antworten im Detail:
Ist Calla giftig?
Ja. Wie viele Aronstabgewächse enthält Calla reizende Inhaltsstoffe (Calciumoxalat-Kristalle). Verschlucken kann zu Schleimhautreizungen, Übelkeit und Erbrechen führen. Stelle Calla daher außer Reichweite von Kindern und Haustieren auf.
Warum blüht meine Calla nicht?
Häufigste Ursachen sind ein zu dunkler Standort, Nährstoffmangel oder das Fehlen einer Ruhephase. Viele Sorten brauchen nach der Blüte eine Trocken- und Ruhezeit, bevor sie im nächsten Jahr wieder kräftig durchtreiben und Blüten ansetzen.
Kann ich Calla im Garten lassen?
In warmen Weinbaulagen können robuste weiße Garten-Calla mit gutem Winterschutz im Beet bleiben. Bunte Hybriden solltest du im Herbst ausgraben und die Knollen frostfrei (5–10 °C) lagern.
Wie lange blüht Calla insgesamt?
Je nach Sorte und Kulturbedingungen kann die Blütezeit sich über mehrere Wochen bis Monate erstrecken. Topfpflanzen aus dem Handel sind oft so vorkultiviert, dass sie im Frühling oder Frühsommer besonders reich blühen.
Welche Calla ist für Anfänger besonders geeignet?
Kompakte, bunte Topf-Hybriden sind pflegeleicht und verzeihen kleinere Fehler leichter als besonders große Garten-Calla. Achte beim Kauf auf gesunde, kräftige Pflanzen und ein gut durchwurzeltes, aber nicht „übervolles“ Substrat.
Calla-Arten und -Sorten bieten eine erstaunliche Vielfalt – von der klassischen, weißen Hochzeitsblume bis hin zu farbintensiven Exoten für Balkon, Terrasse und modernes Interieur. Wer die Unterschiede zwischen den Arten kennt und auf die Bedürfnisse seiner gewählten Sorten eingeht, wird mit langer Blüte und vitalen Pflanzen belohnt. Mit dem richtigen Mix aus passendem Standort, sorgfältiger Pflege und etwas Experimentierfreude findest du schnell heraus, welche Calla am besten zu deinem Gartenstil und deinen Deko-Ideen passt.
