Selenicereus undatus

Drachenfruchtkaktus

Selenicereus undatus

Der Drachenfruchtkaktus, wissenschaftlich Selenicereus undatus, ist ein kletternder, sukkulenter Kaktus aus Mexiko bis Honduras. Seine dreikantigen Triebe wachsen mit Haftwurzeln an Stützen empor oder hängen über Mauern und Rankgerüste. Im Sommer erscheinen sehr große, duftende Nachtblüten, die sich meist nur für eine Nacht öffnen. Bei ausreichend Wärme, Licht und erfolgreicher Bestäubung entwickeln sich daraus essbare, rosarote Früchte mit weißem Fruchtfleisch und zahlreichen schwarzen Samen.

Pflege auf einen Blick

Licht
Sehr hell bis sonnig kultivieren; hinter Glas im Frühjahr langsam an direkte Mittagssonne gewöhnen, damit die grünen Triebe keinen Sonnenbrand bekommen.
Wasser
Im Sommer erst gießen, wenn die obere Substratschicht deutlich abgetrocknet ist. Im Winter bei kühler Haltung nur sparsam wässern.
Boden
Eine sehr durchlässige Kakteenerde mit mineralischen Bestandteilen, grobem Sand oder Bims verhindert Staunässe und hält die kräftigen Wurzeln luftig.
Winterhärte
Nicht frosthart. In Deutschland, Österreich und der Schweiz nur im Sommer draußen kultivieren und vor den ersten Frösten hell und frostfrei einräumen.
Wuchshöhe
Mit kräftigem Rankgerüst können die Triebe mehrere Meter Länge erreichen; im Kübel bleibt die Pflanze durch Schnitt und Stützhöhe steuerbar.
Giftigkeit
Für Hunde, Katzen und Pferde wird die Pflanze als nicht giftig geführt. Dornen und steife Triebe können jedoch mechanische Verletzungen verursachen.

Botanische Einordnung

Cactaceae → Selenicereus → Selenicereus undatus

Pflanzen und Überwintern

- Einen schweren Kübel mit Drainageöffnung verwenden - Kakteenerde mit mineralischem Anteil und grobem Sand mischen - Das Rankgerüst vor dem Einpflanzen standsicher befestigen - Wurzelballen nur wenig tiefer setzen als zuvor - Nach dem Umtopfen einige Tage trocken halten - Von Oktober bis März hell, trocken und frostfrei halten - Ideal ist ein kühler, aber nicht kalter Wintergarten - Wassergaben bei kühler Haltung stark reduzieren - Keine nassen Wurzeln während lichtarmer Wochen - Erst bei dauerhaft steigenden Lichtwerten wieder kräftiger gießen