Der Schnapsflaschenkaktus fällt durch seine ungewöhnlichen, gegliederten Triebe auf: Die kurzen, keulen- bis flaschenförmigen Segmente sitzen dicht an dicht und bilden mit der Zeit einen verzweigten, überhängenden Busch. Im Frühjahr erscheinen an den Triebenden kleine gelbe bis orangegelbe Blüten. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird die frostempfindliche Art vor allem als Zimmerpflanze, Ampelpflanze oder geschütztes Saisonexemplar für Balkon und Terrasse kultiviert.
Pflege auf einen Blick
Licht
Heller Platz mit gefiltertem Licht oder sanfter Morgensonne fördert kompakten Wuchs. Intensive Mittagssonne hinter Glas kann die Segmente verfärben oder schädigen.
Wasser
Während des Wachstums gründlich gießen, sobald die obere Substratschicht abgetrocknet ist. Im Winter deutlich sparsamer gießen und Staunässe konsequent vermeiden.
Boden
Ein luftiges, epiphytisches Substrat aus Kakteenerde, Rinde, mineralischen Bestandteilen und etwas Humus ist geeignet. Das Gefäß muss überschüssiges Wasser schnell ableiten.
Winterhärte
Frostempfindliche Zimmerpflanze für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Im Sommer ist ein geschützter Außenplatz möglich, im Herbst muss sie rechtzeitig ins Haus.
Wuchshöhe
Je nach Herkunft und Kulturform etwa 10 bis 40 Zentimeter hoch und ähnlich breit. Ältere Exemplare können durch überhängende Triebe deutlich breiter wirken.
Giftigkeit
Für Hatiora salicornioides selbst liegen keine ausreichend belastbaren Giftigkeitsdaten vor. Die Pflanze sollte deshalb nicht als sicher essbar oder ausdrücklich haustierfreundlich eingestuft werden.
Botanische Einordnung
Cactaceae → Hatiora → Hatiora salicornioides
Pflanzen und Überwintern
- Einen flachen Topf mit Abzugsloch und Drainageschicht verwenden - Durchlässige Epiphyten- oder Kakteenerde mit mineralischen Anteilen wählen - Wurzelballen beim Umtopfen möglichst wenig auseinanderreißen - Im Frühjahr oder nach der Blüte umtopfen - Triebe nicht tief in das Substrat setzen - Frost und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sicher ausschließen - Im Winter sehr hell, luftig und eher trocken halten - Erst gießen, wenn das Substrat deutlich abgetrocknet ist - Nicht direkt über einer warmen Heizung platzieren - Bei Knospenbildung nicht ständig den Standort wechseln