Asplenium scolopendrium

Hirschzungenfarn

Asplenium scolopendrium

Der Hirschzungenfarn ist ein immergrüner Farn mit unverwechselbaren, glänzenden und ungeteilten Wedeln. Anders als viele Schattenfarne wirkt er nicht filigran, sondern ruhig, klar und fast architektonisch. Seine natürlichen Lebensräume liegen vor allem in schattigen Wäldern, an feuchten Kalkfelsen, Mauern und Böschungen. Im Garten eignet er sich für humose, kalkhaltige Böden mit guter Drainage. Unter Gehölzen, an Nordseiten und in geschützten Felsspalten bleibt er über viele Monate attraktiv.

Pflege auf einen Blick

Licht
Heller Schatten bis tiefer Schatten ist ideal. Morgen- oder Abendsonne wird meist vertragen, direkte Mittagssonne kann die immergrünen Wedel ausbleichen und austrocknen.
Wasser
Während des Anwachsens gleichmäßig feucht halten. Später kurze Trockenphasen tolerieren, bei sandigem Boden, Wurzeldruck oder sommerlicher Hitze jedoch regelmäßig durchdringend gießen.
Boden
Humose, kalkhaltige und gut drainierte Erde mit Laubhumus ist geeignet. Staunässe vermeiden, denn dauerhaft nasse Substrate fördern Rhizom- und Wurzelschäden.
Winterhärte
In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Art im Garten meist zuverlässig winterhart, wenn der Boden nicht vernässt und der Standort vor austrocknender Wintersonne geschützt…
Wuchshöhe
Je nach Herkunft, Standort und Kulturbedingungen werden etwa 30 bis 60 Zentimeter Wedellänge erreicht. Gartenformen können in Wuchs und Wedelform abweichen.
Giftigkeit
Die Giftigkeit ist in den geprüften Fachquellen nicht belastbar bewertet. Pflanzenteile vorsichtshalber nicht verzehren und nicht als Futterpflanze für Kinder oder Haustiere anbieten.

Botanische Einordnung

Aspleniaceae → Asplenium → Asplenium scolopendrium

Pflanzen und Überwintern

- Im Frühjahr oder Frühherbst an einem schattigen Standort pflanzen - Wurzelballen vor dem Einsetzen gründlich wässern - Kompost oder Laubhumus in kalkhaltige Erde einarbeiten - Rhizom nicht tiefer setzen als zuvor - Nach dem Pflanzen mehrere Wochen gleichmäßig feucht halten - Immergrüne Wedel im Winter möglichst unberührt lassen - Vor austrocknendem Ostwind und Wintersonne schützen - Bei frostfreiem Boden an längeren Trockenphasen gießen - Beschädigte Wedel erst im zeitigen Frühjahr entfernen - Keine dichte Winterschutzhaube über die Rosette legen