Hylotelephium telephium

Große Fetthenne

Hylotelephium telephium

Die Große Fetthenne (Hylotelephium telephium) ist eine ausdauernde, sukkulente Staude mit aufrechten Trieben, fleischigen Blättern und späten, flachen Blütenständen. Ihre Wildform stammt aus Europa bis zum Russischen Fernen Osten und nach Nordchina. Im Garten überzeugt sie besonders an sonnigen, eher trockenen Plätzen, in Kiesbeeten, Staudenrabatten und naturnahen Pflanzungen. Die Blüte verlängert den Farbaspekt bis in den Frühherbst und bietet nachweislich Nahrung für Bienen, Schmetterlinge und weitere bestäubende Insekten.

Pflege auf einen Blick

Licht
Mindestens sechs Stunden direkte Sonne fördern standfeste Triebe, kompakte Horste und eine reiche Spätsommerblüte. Leichter Halbschatten wird toleriert, kann aber lockereren Wuchs und weniger Blüten verursachen.
Wasser
Nach dem Anwachsen genügt Wasser vor allem bei lang anhaltender Trockenheit. Im Topf häufiger kontrollieren, nach jedem Gießen überschüssiges Wasser vollständig ablaufen lassen.
Boden
Ein sandiger, kiesiger oder flachgründiger Boden mit sicherem Wasserabzug passt am besten. Verdichtete Lehmböden vor der Pflanzung tief lockern und mit mineralischem Material strukturieren.
Winterhärte
In Deutschland, Österreich und der Schweiz meist zuverlässig winterhart, sofern der Boden im Winter nicht vernässt. In exponierten Höhenlagen und sehr nassen Gärten ist die Standortwahl…
Wuchshöhe
Je nach Herkunft und Kulturbedingungen erreicht die Art gewöhnlich etwa 30 bis 75 Zentimeter. Nährstoffreiche Böden fördern höheren Wuchs und können die Standfestigkeit vermindern.
Giftigkeit
Eine verlässliche, artspezifische Giftigkeitseinstufung ist in den herangezogenen Fachquellen nicht ausreichend dokumentiert. Pflanzenteile deshalb nicht verzehren und von Kindern und Haustieren fernhalten.

Botanische Einordnung

Crassulaceae → Hylotelephium → Hylotelephium telephium

Pflanzen und Überwintern

- Im Frühjahr oder frühen Herbst pflanzen - Einen sonnigen, freien Platz auswählen - Schwere Böden mit Kies oder grobem Sand verbessern - Den Wurzelballen ebenerdig einsetzen - Nach dem Pflanzen gründlich angießen - Zwischen den Pflanzen ausreichend Luftzirkulation lassen Die Staude zieht in Deutschland, Österreich und der Schweiz meist im Herbst ein und treibt im Frühjahr aus dem Wurzelstock neu aus. Ein trockener, gut drainierter Boden ist im Winter wichtiger als zusätzlicher Frostschutz. In nassen Lagen können Wurzeln und Kronen faulen.