Butia odorata

Gele-Palme

Butia odorata

Die Gele-Palme, wissenschaftlich Butia odorata, ist eine langsam wachsende Fiederpalme aus Südbrasilien und Uruguay. Ihre blaugrünen, elegant überhängenden Wedel bilden eine dichte, kompakte Krone über einem kräftigen Stamm. Im späten Frühjahr erscheinen verzweigte Blütenstände mit kleinen, duftenden Blüten; später reifen gelbe bis orange Früchte. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gelingt die Auspflanzung vor allem an geschützten, warmen Plätzen mit sehr guter Drainage. In rauen oder winterfeuchten Lagen bleibt die Kübelkultur sicherer.

Pflege auf einen Blick

Licht
Vollsonniger, möglichst windgeschützter Standort mit vielen direkten Sonnenstunden fördert kurze, stabile Wedel und eine kompakte Krone. Halbschatten wird toleriert, lässt das Laub jedoch oft länger und…
Wasser
Während der warmen Wachstumszeit gründlich gießen, sobald die obere Substratschicht abgetrocknet ist. Im Winter deutlich weniger Wasser geben und nasse Wurzeln konsequent vermeiden.
Boden
Ein mineralisches, sehr durchlässiges Substrat mit hohem Kies- oder Splittanteil ist ideal. Schwere Lehmböden müssen vor der Pflanzung tiefgründig gelockert und drainiert werden.
Winterhärte
Winterhärte hängt stark von Alter, Standort, Feuchtigkeit und Dauer des Frosts ab. Junge Pflanzen und Kübelexemplare benötigen in Deutschland, Österreich und der Schweiz grundsätzlich zusätzlichen Winterschutz.
Wuchshöhe
Ausgepflanzte Exemplare können unter günstigen Bedingungen etwa 4,5 bis 6 Meter erreichen. Im mitteleuropäischen Garten bleiben sie meist kleiner, besonders bei kühlen Sommern oder regelmäßiger Kübelhaltung.
Giftigkeit
Eine belastbare Giftigkeitseinstufung liegt nicht vor; die Früchte werden als essbar beschrieben. Die Dornen an den Blattstielen können jedoch schmerzhafte mechanische Verletzungen verursachen.

Botanische Einordnung

Arecaceae → Butia → Butia odorata

Pflanzen und Überwintern

- Im Frühjahr nach den letzten starken Frösten pflanzen. - Einen vollsonnigen, windgeschützten Platz auswählen. - Staunässe durch groben Splitt oder Kies dauerhaft vermeiden. - Wurzelballen ebenerdig und nicht tiefer einsetzen. - Nach dem Pflanzen gründlich einschlämmen, später zurückhaltend gießen. - In Deutschland meist nur an sehr milden, geschützten Standorten auspflanzen. - Vor Dauerfrost, kaltem Wind und Winternässe schützen. - Krone locker zusammenbinden, ohne das Herz zu quetschen. - Wurzelbereich mit trockenem, luftdurchlässigem Material abdecken. - Bei starkem Frost zusätzlich Vlies und Regenschutz verwenden.