Citrus aurantium

Bitterorange

Citrus aurantium

Die Bitterorange, wissenschaftlich Citrus aurantium, ist ein immergrüner, duftender Zitrusbaum für große Kübel, Wintergärten und frostfreie Gewächshäuser. Ihre weißen Blüten erscheinen meist im späten Frühjahr oder Sommer und entwickeln einen intensiven Blütenduft. Danach reifen orangefarbene, dickschalige Früchte, deren Fruchtfleisch deutlich sauer und bitter schmeckt. Die Bezeichnung Süßorange passt botanisch nicht zu Citrus aurantium, sondern gewöhnlich zu Citrus sinensis. Für die Pflege in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Bitterorange eine anspruchsvolle, aber lohnende Kübelpflanze mit hohem Lichtbedarf und empfindlichem Wurzelballen.

Pflege auf einen Blick

Licht
Ein vollsonniger, windgeschützter Platz fördert Blütenbildung und Fruchtreife. Nach der Winterruhe die Pflanze schrittweise an direkte Sonne im Freien gewöhnen.
Wasser
Während der Wachstumszeit regelmäßig gießen, aber erst nach leichtem Abtrocknen der oberen Erdschicht. Im Winter deutlich sparsamer wässern, ohne den Ballen völlig austrocknen zu lassen.
Boden
Das Substrat muss strukturstabil, luftreich und drainiert sein. Eine spezielle Zitruserde mit Bims, Lava oder grobem Sand verhindert lang anhaltende Nässe im Wurzelbereich.
Winterhärte
In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird die Pflanze überwiegend im Kübel kultiviert. Frost und gefrorene Wurzelballen können erhebliche Schäden verursachen.
Wuchshöhe
Im Freiland kann die Art mehrere Meter erreichen. Im Kübel bleibt sie meist deutlich kleiner, abhängig von Gefäßgröße, Schnitt, Veredelungsunterlage und Kulturbedingungen.
Giftigkeit
Früchte und Pflanzenteile sind nicht pauschal als giftig einzustufen. Wegen ätherischer Öle und Psoralenen sind jedoch Reizungen, Verdauungsbeschwerden und eine mögliche Lichtempfindlichkeit nach Aufnahme oder Kontakt…

Botanische Einordnung

Rutaceae → Citrus → Citrus aurantium

Pflanzen und Überwintern

- Einen stabilen Kübel mit Abzugsloch und Drainageschicht wählen - Durchlässige Zitruserde mit mineralischen Anteilen verwenden - Den Wurzelballen nur geringfügig größer eintopfen - Veredelungsstelle deutlich über dem Substrat halten - Nach dem Pflanzen gründlich angießen und überschüssiges Wasser ablaufen lassen - Vor den ersten Frösten in ein helles, frostfreies Quartier stellen - Möglichst hell und kühl bis temperiert überwintern - Den Wurzelballen nur mäßig feucht halten - Zugluft, Heizkörpernähe und starke Temperatursprünge vermeiden - Im Frühjahr langsam an den Außenstandort gewöhnen