Thuja occidentalisGiftig

Abendländischer Lebensbaum

Thuja occidentalis

Der Abendländische Lebensbaum, Thuja occidentalis, ist ein immergrünes Gehölz aus der Familie der Cupressaceae. Seine dichten, flachen Triebfächer eignen sich für Hecken, Sichtschutz, Windschutz und formale Gartenbereiche. Die Wildart stammt aus dem östlichen und zentralen Kanada sowie dem nordöstlichen und nördlich-zentralen Nordamerika. In Mitteleuropa wird sie überwiegend als robuste Gartenpflanze kultiviert. Sie wächst zuverlässig, wenn der Boden ausreichend feucht bleibt, reagiert aber empfindlich auf längere Trockenheit, austrocknende Winterwinde und starken Rückschnitt ins alte, braune Holz.

Pflege auf einen Blick

Licht
Ein heller Platz mit mehreren Stunden direkter Sonne fördert dichten Wuchs. Leichter Halbschatten wird vertragen; tiefer Schatten führt häufig zu lockerem Aufbau und weniger blickdichten Hecken.
Wasser
Nach dem Pflanzen regelmäßig durchdringend wässern, besonders bei sommerlicher Trockenheit. Auch etablierte Pflanzen brauchen Wasser, wenn der Boden über längere Zeit austrocknet.
Boden
Am besten eignet sich ein nährstoffreicher, humoser und gut durchlässiger Boden mit gleichmäßiger Feuchte. Schwere Lehmböden sind möglich, wenn Staunässe vermieden wird.
Winterhärte
In Mitteleuropa überwiegend robust, doch trockene Winterwinde und gefrorener Boden können Blattpartien schädigen. Schutz ist vor allem bei jungen Pflanzen und exponierten Standorten sinnvoll.
Wuchshöhe
Die Wildart kann unter günstigen Bedingungen etwa 12 bis 18 Meter erreichen. Gartenformen bleiben je nach Sorte deutlich kleiner, schmaler, kugelig oder säulenförmig.
Giftigkeit
Frische Pflanzenteile und Thuja-Öl enthalten thujonhaltige Inhaltsstoffe. Nicht verzehren; beim Schneiden können Haut- oder Atemwegsreizungen auftreten, daher Hautkontakt und Einatmen von Schnittstaub vermeiden.

Botanische Einordnung

Cupressaceae → Thuja → Thuja occidentalis

Pflanzen und Überwintern

Für dichte Hecken sind gleichmäßige Jungpflanzen mit ähnlicher Größe leichter zu pflegen. Ein ausreichend breiter Pflanzstreifen verbessert Wurzelentwicklung, Wasserversorgung und Schnittzugang. - Im Herbst oder im zeitigen Frühjahr pflanzen. - Wurzelballen vor dem Setzen gründlich wässern. - Pflanzloch mindestens doppelt so breit wie der Ballen… In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Art meist zuverlässig winterhart. Junge Pflanzen und exponierte Hecken können bei gefrorenem Boden, Sonne und trockenem Wind vertrocknen; ein windgeschützter Standort und Wasserversorgung vor Frostperioden beugen Winterschäden vor. - Vor Bodenfrost gründlich wässern, sofern der Boden nicht…